Über mangelnde Arbeit kann sich Nordex (WKN: A0D655) nicht beklagen. Lag der Auftragseingang 2011 noch bei 1.107 Mio. Euro, betrug er 2020 schon 4.217,2 Mio. Euro. Auch das Unternehmen insgesamt ist gewachsen. So ist die Mitarbeiterzahl von 2.643 auf 8.527 gestiegen.

Nordex ist weltweit vorwiegend im Onshore-Markt aktiv und so konnte das Unternehmen bisher einen stagnierenden Windkraftausbau in Deutschland gut kompensieren. Windräder sind in Wohngegenden nicht sehr beliebt. Deshalb besitzt vor allem der Offshore-Markt immer noch das größere Wachstumspotenzial, was Nordex noch erschließen könnte. Zudem werden viele Windräder mit der Zeit ausgewechselt, weil sie verschleißen und neue Modelle noch effektiver sind. Auch davon profitiert Nordex.

Nordex erhält Aufträge aus Deutschland

Zuletzt erhielt Nordex auch aus Deutschland wieder Aufträge. Im Juli und August 2021 wurden insgesamt zwölf neue Bestellungen aus den Bundesländern Schleswig-Holstein, Niedersachsen, Brandenburg und Nordrhein-Westfalen vergeben. Die Installation der Turbinen mit einer Leistung von insgesamt 123 Megawatt soll 2022 erfolgen.

Der größte Auftrag für einen 30,6 Megawatt-Park und über sechs N149-Turbinen, die auf 125 Meter hohen Stahltürmen installiert werden, kommt aus Brandenburg. „Wir sehen in Deutschland eine weiter zunehmende Nachfrage nach unseren Turbinen. Besonders unsere Anlagen der Delta4000-Serie, allen voran die N149 und N163, nehmen einen immer größeren Anteil in den Ausschreibungen ein“, so der Vice President Region Central & Managing Director Karsten Brüggemann.

Nordex stellt Sechs-Megawatt-Turbinen vor

Mit seinen neuesten N163/6.X-Turbinen gab Nordex nun den Einstieg in die 6-Megawatt-Klasse bekannt. Sie steigern den Jahresenergieertrag gegenüber der 5-Megawatt-Klasse um bis zu 7 %. Die Lebensdauer der Turbinen wird von Nordex mit 25 bis 35 Jahre beziffert. Die höhere Leistung wird über ein leistungsfähigeres Getriebe, eine Anhebung der Nennwertspannung des elektrischen Systems und einer stärkeren Kühlung erzielt. Ihre Serienproduktion soll Anfang 2023 beginnen.

„Unsere Anlagen der Baureihe Delta4000-Serie basieren auf einer einheitlichen technischen Plattform. Typenspezifische Komponenten wie Rotorblätter oder Getriebe können wir dank der konsequenten Modularisierung für unterschiedliche Varianten adaptieren“, so der Nordex-CEO José Luis Blanco.

Das Unternehmen und eine Einschätzung

Nordex ist ein Wachstumswert. So wuchs der Umsatz im Zeitraum 2011 bis 2020 von 921 auf 4.651 Mio. Euro. Dies entspricht einer annualisierten Wachstumsrate von 19,72 %. Doch der Aktienkurs konnte von dieser Entwicklung bisher nicht profitieren. Er orientiert sich eher an der Gewinnentwicklung, die wechselhaft verläuft.

Der Aktienkurs wird von der geringen Profitabilität und hohen Unternehmensverschuldung am Boden gehalten. Alle Ergebnisse der vergangenen zehn Jahre ergeben in Summe ein Minus von -231 Mio. Euro. Im besten Fall lag die Nettogewinnmarge bei nur 2,8 %. Ohne die Aufnahme neuer Gelder wäre Nordex wahrscheinlich bereits insolvent. Unter der Annahme, dass zukünftig wieder Gewinne erzielt werden, sind Nordex-Aktien heute leicht unterbewertet.

Der Artikel Nordex-Aktie: 2 positive News und die aktuelle Bewertung ist zuerst erschienen auf The Motley Fool Deutschland.

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Christof Welzel besitzt keine der erwähnten Aktien.The Motley Fool besitzt keine der erwähnten Aktien.

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