Die Zahlen des Rückversicherers sprechen eine klare Sprache: 2025 verursachten Naturkatastrophen weltweit Gesamtschäden von 224 Milliarden Dollar. Davon waren 108 Milliarden versichert – erneut über der kritischen Marke von 100 Milliarden. Und das, obwohl die USA erstmals seit einem Jahrzehnt von keinem schweren Hurrikan getroffen wurden.

Der Münchner Konzern dokumentiert seit den 1970er Jahren akribisch die globalen Katastrophenschäden. Diesmal offenbaren die Daten einen beunruhigenden Trend: Nicht die spektakulären Großereignisse treiben die Kosten, sondern die scheinbar gewöhnlichen Wetterextreme. Überschwemmungen, Hagel, Waldbrände – sogenannte Sekundärgefahren verursachten 2025 Schäden von 166 Milliarden Dollar. Ein Rekordwert.

Das teuerste Feuer der Geschichte

Die Waldbrände von Los Angeles im Januar 2025 markierten einen düsteren Meilenstein: 40 Milliarden Dollar versicherte Schäden, 53 Milliarden insgesamt. Noch nie hat ein Waldbrand mehr gekostet. Chef-Klimawissenschaftler Tobias Grimm bringt es auf den Punkt: "Der Planet hat Fieber. Und ein wärmerer Planet begünstigt zerstörerisches Wetter."

Die Temperaturaufzeichnungen bestätigen diese Diagnose. 2025 reiht sich ein in eine Serie: Die zwölf vergangenen Jahre waren die wärmsten seit Messbeginn. Kein Zeichen der Entwarnung, warnt Grimm. Unter diesen Umständen könne sich der Klimawandel weiter verschärfen.

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Nordamerika trägt die Hauptlast

Regional betrachtet trifft es Nordamerika am härtesten: 133 Milliarden Dollar Gesamtschäden, davon entfielen allein auf die USA neben Los Angeles weitere 7 Milliarden durch Schwergewitter im März. Asien folgt mit 73 Milliarden, wobei ein Erdbeben in Myanmar 4.500 Menschenleben forderte und 12 Milliarden Dollar vernichtete.

Europa kam vergleichsweise glimpflich davon. Hagelstürme in Frankreich, Österreich und Deutschland verursachten versicherte Schäden von 0,8 Milliarden Dollar. Die Gesamtschadenssumme für Europa belief sich auf lediglich 11 Milliarden Dollar.

Was bedeutet das für Munich Re? Die Zahlen untermauern die Strategie des Konzerns, Versicherungsprämien nach oben anzupassen. Bei konstant hohen Schadenssummen jenseits der 100-Milliarden-Marke bleibt dem Rückversicherer kaum eine andere Wahl. Die steigenden Temperaturen sind längst nicht mehr nur ein abstraktes Klimathema – sie werden zum berechenbaren Geschäftsrisiko, das sich in jeder Bilanz niederschlägt.

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