MTN Group geriet nach dem nächtlichen Eingriff iranischer Behörden in die Führung seiner Tochter MTN Irancell in eine Gouvernanzkrise. Die Nachricht von Freitagabend löste am JSE einen Kursrückgang von 3,99 % aus; der Schlusskurs am Freitag lag bei R176,18 — das stärkste Tagesminus seit fünf Monaten. Kann das Unternehmen die politischen und rechtlichen Folgewirkungen begrenzen? Kurzfristig bleibt die Situation unsicher, und das Unternehmen widerspricht dem Vorgehen ausdrücklich.

Was in Teheran geschehen ist

Iranische Behörden setzten den CEO von MTN Irancell, Alireza Rafiei, ab. Berichten zufolge hatte Rafiei rund zwei Stunden gebraucht, um Anweisungen der Sicherheitsbehörden zur Abschaltung von Telefonverbindungen und lokalen Datenströmen während eines landesweiten Kommunikationsausfalls am 8. Januar umzusetzen. Die staatlich nahestehenden Mehrheitsaktionäre, die enge Verbindungen zu Sicherheitskräften pflegen, bezeichneten dieses Verzögerungsverhalten als inakzeptabel.

MTN Group hält eine Minderheitsbeteiligung von 49 % und erklärt, von der Entscheidung überrascht worden zu sein. Das Unternehmen beanstandet, dass das Vorgehen ohne Konsultation des Irancell-Vorstands und des Minderheitsgesellschafters erfolgt sei. Als neuen CEO setzte die iranische Seite Mohammad Hossein Soleimanian ein, einen ehemaligen Militärangehörigen mit hoher Stellung in der Islamic Revolutionary Guard Corps (IRGC).

Folgen und Ausblick

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Wesentliche Punkte im Überblick:
- Kursreaktion: Minus 3,99 % am JSE; Schlusskurs R176,18 am Freitag (stärkster Rückgang in fünf Monaten).
- Managementupdate: MTN bestätigte die Ernennung von Shoyinka Shodunke als Executive: IT Core Design and Delivery mit Wirkung zum 1. März; Aufgabe ist die Implementierung KI-gestützter IT-Architekturen.
- Rechtliche Risiken: MTN ist in den USA in Verfahren involviert, darunter Klagen von Angehörigen von mehr als 500 US-Soldaten nach dem Anti-Terrorism Act; zudem läuft laut früherer Angaben eine Grand-Jury-Untersuchung des US-Justizministeriums.

Die erzwungene Ernennung eines IRGC-nahen Geschäftsführers erhöht die Compliance- und rechtlichen Komplexitäten. Das Vorgehen könnte den geplanten Ausstieg aus dem Nahen Osten erschweren und die Anfälligkeit gegenüber internationalen Sanktionen erhöhen; dies bleibt jedoch von weiteren Prüfungen und möglichen Reaktionen der Regulatoren abhängig.

Am Montag, der Marktöffnung nach dem Wochenende, werden Anleger die Reaktion der Kurse beobachten. Ein weiterer relevanter Termin ist die Veröffentlichung des vollständigen Jahresabschlusses 2025, geplant für den 16. März 2026. Bis dahin dürften die formelle Reaktion des Konzerns auf die Vorstandsversammlung von Irancell und mögliche regulatorische Schritte im Fokus bleiben.

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