MSCI World ETF: Strategieanpassung möglich?
Wer breite Diversifikation suchte, bekam 2025 vor allem eine Tech-Rally. Der iShares MSCI World ETF (URTH) schloss das vergangene Jahr mit einer beeindruckenden Gesamtrendite von 21,28 Prozent ab und ließ damit viele Konkurrenten hinter sich. Doch der Blick unter die Haube offenbart eine extreme Abhängigkeit von wenigen US-Giganten, die den vermeintlich globalen Index dominieren.
Dominanz der US-Giganten
Triebfeder für den Kursanstieg war weniger eine weltweite wirtschaftliche Erholung als vielmehr der ungebrochene Hype um Künstliche Intelligenz. US-Technologiewerte, insbesondere aus den Bereichen Halbleiter und Cloud-Computing, waren für den Großteil der Performance verantwortlich. Trotz politischer Unsicherheiten und Zoll-Diskussionen erwiesen sich die entwickelten Märkte als robust, wobei der ETF stark von seiner Fokussierung auf die USA profitierte.
Diese geografische Konzentration ist signifikant: US-Aktien machen inzwischen gut 70 Prozent des Portfolios aus. Japan folgt weit abgeschlagen mit etwa 5,4 Prozent. Wer hier investiert, setzt also faktisch primär auf die amerikanische Wirtschaftskraft und weniger auf eine echte Weltmarkt-Abdeckung, da Schwellenländer in diesem Produkt per Definition ausgeschlossen sind.
Tech-Klumpen bestimmt die Richtung
Die Zusammensetzung des ETFs verdeutlicht die Abhängigkeit vom Technologiesektor, der knapp 28 Prozent des Gesamtgewichts einnimmt. Allein die Top-10-Positionen binden 26,86 Prozent des gesamten Fondsvolumens von fast 7 Milliarden Dollar. An der Spitze stehen wenig überraschend Nvidia, Apple und Microsoft.
Diese "Big Tech"-Lastigkeit war 2025 der entscheidende Vorteil gegenüber breiter aufgestellten Indizes, erhöht jedoch auch die Sensitivität gegenüber Korrekturen im Tech-Sektor. Mit einem Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) von 26,70 und einem Kurs-Buchwert-Verhältnis von knapp 4 notiert der Fonds auf einem Bewertungsniveau, das hohe Erwartungen an das künftige Gewinnwachstum der enthaltenen Unternehmen widerspiegelt.
Nächste Hürde im Februar
Im direkten Vergleich positioniert sich der URTH mit einer Kostenquote von 0,24 Prozent im Mittelfeld. Durch den Verzicht auf Emerging Markets (im Gegensatz zum MSCI ACWI) konnte er 2025 eine Outperformance erzielen, da viele Schwellenländer hinter der US-Entwicklung zurückblieben.
Für Investoren wird der 10. Februar 2026 relevant: An diesem Datum steht die nächste Index-Überprüfung durch MSCI an, deren Ergebnisse ab dem 2. März wirksam werden. Sollten sich die Marktkapitalisierungen innerhalb der entwickelten Länder verschoben haben, stehen entsprechende Umschichtungen im Portfolio an.
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