MSCI World ETF: Herausragende Entwicklungen!
Der iShares MSCI World ETF (URTH) ist mit Rückenwind ins Jahr gestartet. Seit Jahresbeginn liegt die Rendite Mitte Januar bei rund 2,1 %, der Kurs bewegt sich nahe dem Bereich um 190 US‑Dollar und damit in der Nähe neuer Höchststände. Rückenwind liefern vor allem die Zinssenkung der US‑Notenbank im Dezember und robuste Unternehmensgewinne in den Industrieländern. Treiber Nummer eins bleibt jedoch der Tech‑Sektor – insbesondere der KI‑Boom, der die Struktur des ETFs sichtbar verschoben hat.
NVIDIA übernimmt die Spitze
Die auffälligste Veränderung zu Jahresbeginn 2026 ist die neue Rangordnung in den größten Positionen. Seit dem 14. Januar 2026 ist NVIDIA die größte Einzelposition im ETF und hat Apple und Microsoft überholt. Das unterstreicht, wie stark sich der Markt auf KI‑Infrastruktur fokussiert und wie sehr Halbleiterwerte an Bedeutung gewonnen haben.
Top-10-Positionen (Stand 14. Januar 2026):
- NVIDIA: 5,26 %
- Apple: 4,56 %
- Microsoft: 3,83 %
- Amazon: ca. 2,8 %
- Alphabet A: ca. 2,2 %
- Alphabet C: ca. 1,9 %
- Broadcom: ca. 1,8 %
- Meta Platforms: ca. 1,7 %
- Tesla: ca. 1,5 %
- JPMorgan Chase: ca. 1,1 %
Damit sind die großen US‑Technologie- und Wachstumswerte deutlich konzentriert. Die Gruppe der „Magnificent Seven“ macht inzwischen über 20 % des Gesamtportfolios aus. Das hat die Wertentwicklung klar verbessert, erhöht aber zugleich die Abhängigkeit von Halbleiter- und Softwareaktien.
Regional ist der ETF stark auf die USA ausgerichtet, mit einem Anteil von über 70 %. Japan und Großbritannien folgen mit deutlich geringeren Gewichtungen. Damit bildet URTH faktisch ein „USA plus übrige entwickelte Märkte“-Profil ab und ist weniger ein wirklich breit gestreuter Welt-ETF im Sinne einer globalen Gleichverteilung.
Entwicklung, Bewertung und Liquidität
Beim Blick auf die Performance setzt URTH seine starke Entwicklung der vergangenen Monate fort und liegt vor vielen aktiv gemanagten Strategien sowie vor globalen Indizes, die Schwellenländer einbeziehen.
- 1‑Woche‑Rendite: ca. +0,7 %
- 1‑Monats‑Rendite: +2,67 %
- Year-to-Date (2026): +2,10 %
- 1‑Jahres‑Rendite (TTM): +25,18 %
Das Fondsvolumen liegt bei knapp 7 Mrd. US‑Dollar. Das durchschnittliche tägliche Handelsvolumen von rund 450.000 Anteilen und enge Spreads um etwa 0,07 US‑Dollar sorgen für solide Handelbarkeit, auch wenn URTH hinter den liquidesten US‑Indexriesen wie IVV oder VTI zurückbleibt.
Die Bewertung ist ambitioniert: Das Kurs-Gewinn-Verhältnis liegt bei etwa 25,2. Der Aufschlag gegenüber historischen Durchschnittswerten für entwickelte Märkte spiegelt den hohen Anteil wachstumsstarker US‑Techwerte wider. Die Markterwartung an weiteres Gewinnwachstum ist entsprechend hoch – Enttäuschungen bei den Ergebnissen hätten spürbare Auswirkungen.
Wettbewerbsposition im ETF-Universum
Im Vergleich zu globalen Alternativen nimmt URTH eine Zwischenposition ein: Er bietet gezielte Industrieländer-Exponierung ohne Schwellenländer, verlangt dafür aber höhere laufende Kosten als einige Wettbewerber.
Ausgewählte Kennzahlen im Vergleich:
- iShares MSCI World (URTH)
- Kostenquote: 0,24 %
- AUM: 6,97 Mrd. US‑Dollar
- Fokus: Industrieländer
- Anzahl Positionen: ca. 1.320
- YTD 2026: +2,10 %
-
Größte Position: NVIDIA (5,26 %)
-
Vanguard Total World (VT)
- Kostenquote: 0,06 %
- AUM: 62,1 Mrd. US‑Dollar
- Fokus: Welt inkl. Schwellenländer
- Anzahl Positionen: über 9.800
- YTD 2026: +2,48 %
-
Größte Position: Apple (ca. 3,9 %)*
-
iShares MSCI ACWI (ACWI)
- Kostenquote: 0,32 %
- AUM: 26,4 Mrd. US‑Dollar
- Fokus: Welt inkl. Schwellenländer
- Anzahl Positionen: ca. 2.300
- YTD 2026: +2,43 %
- Größte Position: Apple (ca. 4,0 %)*
*Gewichte bei VT und ACWI weichen aufgrund unterschiedlicher Obergrenzen und Indexanpassungen leicht von URTH ab.
Strukturell eignet sich URTH vor allem für Investoren, die Schwellenländer wie China, Indien oder Brasilien bewusst ausklammern wollen – etwa aus Gründen politischer Risiken oder höherer Volatilität. Bemerkenswert ist allerdings, dass VT im laufenden Jahr mit +2,48 % leicht vor URTH liegt. Das deutet darauf hin, dass kleinere Werte und Schwellenländer, die in VT enthalten sind, zuletzt Boden gut gemacht haben.
Ausblick: Rebalancing, Techzahlen und Marken im Chart
In den kommenden Wochen rückt die planmäßige Überprüfung des MSCI‑World‑Index im Februar in den Fokus. Nach der starken Rallye der Halbleiterwerte könnten Obergrenzen oder Anpassungen bei den Indexgewichten zu Umschichtungen führen, insbesondere bei Schwergewichten wie NVIDIA.
Daneben stehen mehrere potenzielle Kurstreiber an:
-
Tech-Berichtssaison:
Mit einem KGV um 25 ist URTH empfindlich gegenüber den anstehenden Zahlen für das vierte Quartal 2025 großer Techkonzerne wie NVIDIA, Microsoft und Apple. Jede Andeutung nachlassender Investitionen im KI‑Bereich hätte überproportionale Effekte, da die größten Positionen genau in diesem Segment liegen. -
Währungsentwicklung:
Eine schwächere US‑Devise nach den jüngsten Zinssenkungen könnte die Renditen der rund 30 % Nicht‑US‑Positionen in US‑Dollar gerechnet zusätzlich stützen und so einen positiven Beitrag zur Gesamtperformance leisten.
Charttechnisch bewegt sich der ETF derzeit im Bereich um 190 US‑Dollar in einer Phase der Orientierung nahe neuen Höchstständen. Ein markanter Unterstützungsbereich liegt im Umfeld der 50‑Tage‑Linie um 180 US‑Dollar, eine weitere zentrale Zone ist das Ausbruchslevel bei 175 US‑Dollar. Ein stabiler Ausbruch über 190 US‑Dollar würde den Weg für Anschlusskäufe freimachen und könnte mittelfristig Kursziele im Bereich von 200 US‑Dollar ins Spiel bringen, sofern die Rahmenbedingungen bei Zinsen, Techgewinnen und KI‑Investitionen intakt bleiben.
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