MSCI World ETF: Entwicklungspotenzial erkennen
Der iShares MSCI World ETF (URTH) blickt auf ein starkes Jahr 2025 zurück, in dem Anleger eine Gesamtrendite von 21,28 Prozent verbuchen konnten. Doch der Blick unter die Haube offenbart eine massive Verschiebung: Der Fonds entwickelt sich zunehmend zu einer Wette auf den US-Technologiesektor, getrieben durch den KI-Boom. Während die Rendite überzeugt, stellt sich die Frage: Wie groß ist das Klumpenrisiko in dem vermeintlich breit gestreuten Welt-Portfolio mittlerweile?
Massive Konzentration an der Spitze
Der Fonds verwaltet Vermögenswerte in Höhe von 6,9 Milliarden US-Dollar und bildet die Entwicklung von Unternehmen aus 23 Industrieländern ab. Auffällig ist jedoch die hohe Gewichtung der Top-Positionen. Die zehn größten Werte machen bereits rund 27 Prozent des gesamten Portfolios aus. Besonders deutlich wird die Abhängigkeit von wenigen US-Tech-Giganten:
- NVIDIA: 5,31 % (Spitzenreiter)
- Apple: 4,38 %
- Microsoft: 3,74 %
Der Technologiesektor dominiert die Allokation nun mit einem Anteil von rund 34 Prozent. Dies verschafft Anlegern zwar direkten Zugang zu Themen wie künstlicher Intelligenz und Halbleitern, reduziert jedoch die Diversifikation. US-Aktien machen inzwischen über 70 Prozent des Fondsvermögens aus, was die Marktkapitalisierungsgewichtung des zugrundeliegenden Index widerspiegelt.
Performance und Wettbewerb
Die Strategie zahlte sich zuletzt aus. Neben der Jahresrendite von über 21 Prozent im Jahr 2025 startete auch das Jahr 2026 positiv mit einem Zuwachs von 1,71 Prozent bis zum 22. Januar. Auf Sicht von fünf Jahren lieferte der ETF eine annualisierte Rendite von 12,30 Prozent und lag damit knapp vor seiner Benchmark.
Im direkten Vergleich mit konkurrierenden Produkten positioniert sich der URTH spezifisch:
* Fokus: Er beschränkt sich strikt auf Industrieländer (Developed Markets).
* Kosten: Mit einer Gesamtkostenquote (Expense Ratio) von 0,24 Prozent ist er teurer als der breiter aufgestellte Vanguard Total World Stock ETF (VT, 0,06 Prozent), aber günstiger als der iShares MSCI ACWI ETF (0,32 Prozent).
* Unterschied: Anders als die Konkurrenten VT und ACWI verzichtet der URTH komplett auf Schwellenländer (Emerging Markets).
Ausblick und nächste Termine
Für Anleger ist der nächste wichtige Termin die für Februar 2026 angesetzte Neugewichtung des Index. Aufgrund der hohen US-Gewichtung und der starken Tech-Lastigkeit hängt die künftige Performance maßgeblich von der US-Geldpolitik und der Ertragskraft des Silicon Valley ab. Wer eine reine Industrieländer-Abdeckung sucht und das Währungs- und Politikrisiko von Schwellenländern meiden möchte, findet hier eine fokussierte Lösung, akzeptiert dafür jedoch eine höhere Bewertungshöhe durch den US-Anteil.
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