RB Leipzig hat eine überraschende Personalentscheidung getroffen: Der erst im Juli fest verpflichtete Mittelfeld-Talent Arthur Vermeeren wird für die gesamte Saison an Olympique Marseille ausgeliehen. Beide Klubs bestätigten den Wechsel am Sonntag offiziell.

Franzosen zahlen 1,5 Millionen Euro Leihgebühr

Die Transaktion bringt Leipzig nicht nur Spielpraxis für den Youngster, sondern auch handfeste finanzielle Vorteile. Laut Medienberichten fließt eine Leihgebühr von 1,5 Millionen Euro nach Sachsen. Noch interessanter: Marseille sicherte sich eine Kaufoption in Höhe von 20 Millionen Euro.

Das dürfte die Verantwortlichen bei RB besonders freuen - zahlten sie doch selbst erst im Februar genau diesen Betrag, um Vermeeren fest von Antwerpen zu verpflichten. Ein finanzielles Nullsummenspiel mit der Chance auf Weiterentwicklung des Talents.

Überzählig im Leipziger Mittelfeld

Doch warum gibt Leipzig einen Spieler ab, den man vor wenigen Monaten noch fest verpflichtet hat? Die Antwort liegt in der aktuellen Personaldecke im Mittelfeld:

  • Nicolas Seiwald und Xaver Schlager als gesetzte Größen
  • Neuzugang Ezechiel Banzuzi als weitere Konkurrenz
  • Vermeeren nur noch Nummer vier in der Hierarchie

Für den 20-jährigen Belgier bedeutete diese Situation deutlich weniger Spielzeit als in der Vorsaison, als er noch in 39 Pflichtspielen auf dem Platz stand.

Chance für mehr Spielpraxis in Frankreich

Die Leihe nach Marseille bietet Vermeeren nun die perfekte Möglichkeit, sich weiterzuentwickeln. In der französischen Ligue 1 erhält er regelmäßige Einsätze auf hohem Niveau. Eine Win-Win-Situation für alle Beteiligten.

Kann der Youngster in Frankreich überzeugen und kehrt gestärkt nach Leipzig zurück? Oder zieht Marseille am Saisonende die Kaufoption? Die Entwicklung wird spannend zu verfolgen sein.