Eine bittere Niederlage und klare Worte aus Linz: Der LASK unterlag im Oberösterreich-Derby dem Aufsteiger SV Ried mit 1:3 – und Trainer Joao Sacramento spricht von einem "unglaublich unfairen" Spielverlauf. Vor 13.297 Zuschauern trafen die Linzer viermal nur das Aluminium.

"Ich habe im Fußball schon einiges erlebt. Aber dieses Spiel ist eines der unfairsten Spiele, das ich erlebt habe", empört sich der Portugiese nach der Partie. Aus seiner Sicht eine völlig unverdiente Niederlage: "Das Resultat fühlt sich sehr ungerecht an. Das bessere Team hat verloren."

Chancenwucher und Aluminium-Drama

Bereits in den ersten Minuten zeichnete sich ab, dass dies ein Spiel der vergebenen Möglichkeiten werden würde. Beim Stand von 0:0 ließen die Hausherren gleich mehrere Großchancen liegen:

  • Andres Andrade scheiterte allein vor dem Tor (11.)
  • Samuel Adeniran verfehlte aus guter Position (13.)
  • Moses Usor wurde von Ried-Keeper Leitner gestoppt (16.)
  • Adeniran traf die Stange (21.) und später die Latte (62.)

"Wir hatten so viele Chancen, alleine in den ersten 15 Minuten sind wir mehrmals auf den gegnerischen Torhüter zugelaufen", analysiert Sacramento. "Umgekehrt werden wir derzeit für jeden Fehler bestraft."

Trainer verteidigt seine Mannschaft

Trotz der enttäuschenden Leistung in der Chancenverwertung stellt sich Sacramento klar hinter seine Spieler: "Ich kann der Mannschaft heute keinen Vorwurf machen. Die Spieler haben alles versucht und viel Leidenschaft gezeigt."

Dennoch muss selbst der Trainer eingestehen, dass der Abgang von Torjäger Robert Zulj noch nicht kompensiert wurde. "Diese Qualität fehlt uns. Genau diese Art Spieler haben wir momentan nicht in unseren Reihen."

Transfergerüchte und Saisonstart unter Druck

Die aktuelle Situation gibt Anlass zu Spekulationen: Kommt noch ein Neuzugang? Sacramento deutet vorsichtig an: "In der Länderspielpause werden wir schauen, ob etwas möglich ist. Aber es hängt nicht nur von mir ab."

Sportdirektor Dino Buric sieht das allerdings anders: "Grundsätzlich haben wir nicht vor, am Transfermarkt nochmal aktiv zu werden." Doch auch er erkennt die Dringlichkeit: "Es ist ein schlechter Saisonstart. Wir müssen schleunigst in die Spur finden und punkten."

Mit nur drei Punkten aus fünf Partien liegt der LASK vorerst auf Rang zehn. Jetzt heißt es: Das Glück erzwingen – und endlich die Chancen nutzen.