Laramide Resources hat sich diese Woche überraschend aus dem Chu‑Sarysu‑Uranprojekt in Kasachstan zurückgezogen. Hintergrund sind neue Gesetze, die ausländische Beteiligungen im Uransektor wirtschaftlich unattraktiv machen. Was bedeutet dieser Schritt für die Strategie und die Perspektive des Unternehmens?

Die Hintergründe

Die Entscheidung folgte direkt auf Änderungen im kasachischen Subsoil‑Use‑Code, die am 26. Dezember 2025 formalisiert wurden. Die Novelle sieht einen deutlich erhöhten Mindestbeteiligungsanteil für die nationale Firma Kazatomprom an neu entdeckten Uranvorkommen vor. Damit sinkt der wirtschaftliche Spielraum für fremdfinanzierte Exploration in Kasachstan erheblich.

Zeitlich ist das besonders brisant: Laramide hatte am 24. Dezember 2025 die letzten Genehmigungen für ein geplantes 15.000‑Meter‑Bohrprogramm erhalten. Zwei Tage später machten die Gesetzesänderungen eine Weiterführung der Aktivitäten aus wirtschaftlicher Sicht unvertretbar. Laramide kündigte daraufhin am 20. Januar 2026 die Beendigung der Optionsvereinbarung mit Aral Resources für Chu‑Sarysu.

Kazatomprom erklärte am 22. Januar 2026, keine Joint‑Ventures oder Verträge mit Laramide oder Aral zu unterhalten und betonte sein historisches Vorrecht auf Uranproduktion. Aral hält nach Unternehmensangaben Explorationslizenzen für feste Mineralien, die nach Kazatomprom‑Aussage keine exklusiven Rechte für mögliche Uranvorkommen gewähren.

Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei Laramide?

Folgen und Ausblick

Kurzfristig reduziert der Rückzug Laramides Exposure gegenüber geopolitischen Risiken in Zentralasien. Operativ verlagert sich der Fokus auf entwicklungsnahe Projekte in stabileren Rechtsordnungen.

Wichtige Fakten im Überblick:
- Optionsbeginn für Chu‑Sarysu: September 2024 (Fläche >5.500 km²).
- Genehmigungen für 15.000 m Bohrprogramm: 24. Dezember 2025.
- Gesetzesänderung in Kasachstan: 26. Dezember 2025.
- Offizielle Rückzugsmitteilung Laramide: 20. Januar 2026.
- Nächster Berichtstermin von Laramide: 25. März 2026.

Am Freitag schloss die Aktie bei 0,53 € und erreichte damit ihr 52‑Wochen‑Hoch; der Tagesgewinn lag bei rund 9,7%, die Wochenperformance bei etwa +29,3%. Die 30‑Tage‑Volatilität ist hoch (annualisiert rund 100,6%), was künftig deutliche kurzfristige Schwankungen erwarten lässt.

Konkret hängt Laramides Perspektive nun am Fortschritt seiner Kernprojekte in den USA (Crownpoint‑Churchrock, New Mexico) und Australien (Westmoreland, Queensland). Bis zum Geschäftsbericht am 25. März dürften genehmigungs‑ und entwicklungsbezogene Updates sowie Zeitpläne für diese Projekte die wichtigste Entscheidungsgrundlage für die Bewertung des Titels liefern.

Laramide-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Laramide-Analyse vom 25. Januar liefert die Antwort:

Die neusten Laramide-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Laramide-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 25. Januar erfahren Sie was jetzt zu tun ist.

Laramide: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...