Der Luxuskonzern verzeichnet dramatische Kursverluste nach Ernennung des neuen künstlerischen Leiters bei Gucci – Analysten sehen Strategiewechsel kritisch


Der französische Luxusgüterkonzern Kering erlebt derzeit eine schwere Krise an der Börse. Die Aktie schloss am Freitag bei 207,10 Euro und markierte damit ein neues 52-Wochen-Tief. Der Kurs hat sich innerhalb eines Jahres nahezu halbiert und verzeichnet einen dramatischen Wertverlust von 44,13 Prozent. Besonders besorgniserregend ist die jüngste Entwicklung mit einem Minus von 23,23 Prozent allein im vergangenen Monat.

Die überraschende Ernennung von Demna Gvasalia, bisher Kreativdirektor bei Balenciaga, zum neuen künstlerischen Leiter der Kernmarke Gucci am 14. März 2025 hat die Talfahrt der Aktie beschleunigt. Diese Personalentscheidung löste umgehend einen Kursrückgang von etwa 10 Prozent aus. Für viele Marktbeobachter kam dieser unerwartete Führungswechsel zur Unzeit, da der Konzern bereits mit erheblichen Herausforderungen kämpft.

Analysten reagieren mit Skepsis

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Die Reaktionen des Marktes auf Gvasalias Ernennung fielen durchweg negativ aus. Viele Analysten äußerten Bedenken hinsichtlich der zukünftigen Ausrichtung der Luxusmarke Gucci unter der neuen kreativen Führung. Die US-Bank JPMorgan verstärkte die Unsicherheit unter Investoren zusätzlich, indem sie die Kering-Aktie auf ihre "Negative Catalyst Watch"-Liste setzte. Der starke Abstand zum 200-Tage-Durchschnitt von -19,40 Prozent unterstreicht die anhaltende Schwäche des Papiers.

Die technischen Indikatoren zeichnen ebenfalls ein düsteres Bild. Mit einem RSI-Wert von 25,9 ist die Aktie deutlich überverkauft und die annualisierte 30-Tage-Volatilität von 38 Prozent zeugt von der hohen Nervosität der Anleger. Seit Jahresbeginn hat der Titel bereits 11,74 Prozent an Wert eingebüßt, was die langfristigen Schwierigkeiten des Konzerns widerspiegelt.

Branchenweite Herausforderungen verstärken Kerings Probleme

Der Luxusgütersektor steht insgesamt unter Druck, besonders im asiatisch-pazifischen Raum, der traditionell als wichtiger Wachstumsmotor der Branche gilt. Kering muss in diesem herausfordernden Umfeld nicht nur die kreative Neuausrichtung seiner wichtigsten Marke Gucci erfolgreich gestalten, sondern gleichzeitig seine Marktposition gegenüber direkten Wettbewerbern wie LVMH behaupten.

Die aktuelle Kursentwicklung mit dem Rückfall auf das 52-Wochen-Tief von 207,10 Euro - gleichzeitig der Schlusskurs vom vergangenen Freitag - verdeutlicht die kritische Lage des Unternehmens. Der massive Abstand von 43,84 Prozent zum 52-Wochen-Hoch von 368,75 Euro, das erst vor wenigen Monaten am 27. März 2024 erreicht wurde, illustriert den rasanten Vertrauensverlust der Investoren in die Zukunftsfähigkeit der Kering-Strategie und insbesondere in den neuen kreativen Kurs bei der Schlüsselmarke Gucci.

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