Jumbo Interactive legte am Dienstag überraschend starke Jahreszahlen vor und übertraf die Erwartungen der Analysten bei Umsatz und Gewinn pro Aktie. Die Aktie des digitalen Lotteriespezialisten reagierte mit einem Kursplus von über 7% – ein klares Zeichen für das zurückgewonnene Vertrauen der Anleger.

Zahlen schlagen Erwartungen

Für das Geschäftsjahr 2025 verbuchte Jumbo Interactive einen Umsatz von 145,3 Millionen Australischen Dollar, was einem Rückgang von 9% gegenüber dem Vorjahr entspricht. Das bereinigte EBITDA sank um 11% auf 68,3 Millionen Dollar. Doch die eigentliche Überraschung lag im Detail: Der tatsächliche Gewinn pro Aktie erreichte 0,64 Dollar und lag damit 7,8% über den Analystenschätzungen von 0,62 Dollar. Auch der Umsatz übertraf die Prognosen um 2,8%.

Trotz des Gewinnrückgangs erhöhte der Vorstand die Dividende um 11% auf 30,5 Cent pro Aktie. Die Gesamtdividende für das Jahr bleibt mit 54,5 Cent unverändert – bei einer bemerkenswerten Ausschüttungsquote von 84,7% der Erträge.

Neue Strategie zeigt Wirkung

Der Rückgang im Kerngeschäft führt das Unternehmen auf ein "schwaches Jackpot-Jahr" zurück, insbesondere das Fehlen rekordverdächtiger Powerball-Gewinne. Doch Jumbo reagierte clever: Eine neue Marketingstrategie konzentrierte sich auf Bestandskunden und die Reaktivierung inaktiver Spieler. Diese taktische Wende zeigte Erfolg – der Marktanteil erholte sich im zweiten Halbjahr, und die digitale Durchdringung stieg branchenweit auf 43%.

Doch wo liegen die wahren Wachstumstreiber?

Hochmarginige Segmente boomen

Abseits des traditionellen Lotteriegeschäfts zeigten die diversifizierten Sparten robustes Wachstum:
* Der SaaS-Bereich verarbeitete über 250 Millionen Dollar an Ticketverkäufen
* Eigene Spiele erzielten 8 Millionen Dollar Umsatz – fast doppelt so viel wie 2024
* Das "Daily Winners"-Abomodell zählt bereits 48.000 zahlende Mitglieder

Diese nicht-traditionellen Produkte machen mittlerweile 7% des Lotterieumsatzes aus und beweisen: Jumbo kann Kunden auch ohne Mega-Jackpots binden.

Ausblick: Wohin steuert die Aktie?

Das Management rechnet für 2026 mit höheren Marketingkosten und möglicherweise geringeren Margen im australischen Kerngeschäft. Analysten prognostizieren zwar einen Umsatzanstieg von 14% auf 167,2 Millionen Dollar, senkten jedoch leicht ihre Gewinnprognosen auf 0,68 Dollar pro Aktie.

Die strategische Weichenstellung scheint klar: Weiterer Ausbau der SaaS-Sparte, Managed Services und eigener Spiele. Besonders wichtig wird dies für die Verhandlungen über den Vertrag mit The Lottery Corporation, der 2030 ausläuft.

Aktuell notiert die Aktie bei 12,00 Dollar mit einem Plus von 1,8% seit dem letzten Börsenschluss. Das Konsens-Kursziel liegt bei 12,53 Dollar. Die nächsten wichtigen Termine: Der Dividendenabschlag am 1. September und die Hauptversammlung am 11. November.

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