iShares MSCI World ETF: Tech-Dominanz wächst
Der iShares MSCI World ETF (URTH) verspricht Anlegern den Zugang zum globalen Aktienmarkt, doch ein Blick unter die Haube offenbart eine massive Konzentration. Statt breiter Diversifizierung treiben vor allem US-Technologiegiganten die Performance. Angesichts der hohen Gewichtung weniger Einzelwerte stellt sich die Frage: Profitieren Anleger noch von der weltweiten Streuung oder kaufen sie längst eine verdeckte Wette auf den US-Tech-Sektor?
Klumpenrisiko nimmt zu
Die Abhängigkeit des ETFs von einer Handvoll Top-Holdings hat sich intensiviert. Die zehn größten Positionen bestimmen inzwischen maßgeblich über Wohl und Wehe des gesamten Fonds. An der Spitze der Gewichtung steht aktuell Nvidia mit 5,31 Prozent, gefolgt von Apple (4,38 Prozent) und Microsoft (3,74 Prozent). Auch Amazon, Alphabet und Meta finden sich prominent in der Liste wieder.
Diese Zusammensetzung führt zu einer extremen geografischen Schieflage: Über 70 Prozent des Fondsvolumens entfallen allein auf die Vereinigten Staaten. Andere Industrienationen wie Japan oder Großbritannien spielen im Portfolio nur noch eine untergeordnete Rolle. Der Sektor Informationstechnologie dominiert die Allokation und macht den ETF faktisch zu einem Vehikel für US-Wachstumswerte.
Performance und Wettbewerb
Die Strategie zahlt sich kurzfristig aus. Getrieben von soliden Unternehmensgewinnen im Tech-Sektor und der anhaltenden KI-Nachfrage verzeichnet der ETF seit Jahresbeginn 2026 ein Plus von rund 2,01 Prozent. Auf Monatssicht legte das Papier um 2,54 Prozent zu. Die Liquidität bleibt hoch, was einen effizienten Handel mit geringen Spreads zum Nettoinventarwert (NAV) ermöglicht.
Im direkten Vergleich zur Konkurrenz offenbaren sich jedoch strukturelle Nachteile bei den Kosten. Mit einer Kostenquote (Expense Ratio) von 0,24 Prozent ist der iShares-Fonds teurer als vergleichbare Produkte. Der Vanguard Total World Stock ETF (VT) verlangt lediglich 0,06 Prozent und bietet durch die Hinzunahme von Schwellenländern eine breitere Streuung. Anleger, die gezielt US-Risiken vermeiden wollen, greifen stattdessen oft zum SPDR Portfolio Developed World ex-US ETF, der US-Aktien komplett ausschließt.
Ausblick und Bewertung
Die weitere Entwicklung des ETFs hängt fast ausschließlich an der Bewertung der US-Large-Caps. Sollten regulatorische Eingriffe oder eine Abschwächung der KI-Investitionen die Tech-Riesen belasten, würde der gesamte Fonds überproportional leiden. Das nächste quartalsweise Rebalancing des zugrundeliegenden MSCI World Index wird zeigen, ob sich die Gewichte leicht verschieben oder die Konzentration weiter zunimmt.
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