iShares MSCI World ETF: Qualitätswachstum im Fokus
Der iShares MSCI World ETF (URTH) startet mit Rückenwind ins Jahr 2026. Getragen wird der Fonds vor allem von robustem „Quality Growth“ in den entwickelten Märkten, allen voran den USA. Während breitere globale Indizes stärker unter schwankungsanfälligen Schwellenländern litten, profitierte URTH von der Stärke der US-Wirtschaft und einer Erholung wichtiger Sektoren in Europa.
Treiber des aktuellen Umfelds
Mehrere Faktoren haben die positive Entwicklung zuletzt gestützt:
- Technologieführerschaft: Große US-Tech-Konzerne aus dem Hyperscaler-Umfeld übertreffen weiterhin regelmäßig die Gewinnerwartungen. Das stützt die hohen Bewertungen und sorgt für anhaltenden Rückenwind beim größten Sektorblock des ETFs.
- Zinswende: Mit den Zinssenkungssignalen und ersten Schritten der Fed und der EZB Ende 2025 hat sich das Liquiditätsumfeld aufgehellt. Davon profitieren wachstumsorientierte Titel, die den Fonds dominieren.
- Flucht in stabile Märkte: Kapitalströme konzentrieren sich verstärkt auf entwickelte Märkte wie die USA, Japan und Großbritannien, während geopolitisch angespannte Regionen gemieden werden.
Damit bleibt URTH klar im Lager der Qualitäts- und Wachstumswerte verankert.
Zusammensetzung und Klumpenrisiken
Der ETF bildet den MSCI World (entwickelte Märkte) ab und ist stark in US-Technologie konzentriert. Das war ein zentraler Performance-Treiber – und ist zugleich die wichtigste Risikokomponente.
Ende Dezember 2025 umfasste URTH rund 1.340 Titel, doch die zehn größten Positionen standen bereits für etwa 27,3 % des Fondsvolumens:
- NVIDIA (5,45 %)
- Apple (5,01 %)
- Microsoft (4,20 %)
- Amazon (2,71 %)
- Alphabet A (2,25 %)
- Broadcom (1,88 %)
- Alphabet C (1,84 %)
- Meta Platforms (1,73 %)
- Tesla (1,54 %)
- JPMorgan Chase (1,06 %)
Geografisch dominiert der US-Markt mit rund 72 % Gewichtung, gefolgt von Japan (etwa 6 %) und Großbritannien (etwa 4 %). Damit agiert der Fonds faktisch als US-lastiger Weltindex, bei dem die übrigen Regionen eher stabilisierend als renditetreibend wirken.
Der Technologiesektor macht knapp 30 % des Portfolios aus. Entsprechend hoch ist die Sensitivität gegenüber Bewegungen im Umfeld des Nasdaq 100 und den großen US-Tech-Werten.
Entwicklung und Kennzahlen
URTH beendete 2025 nahe seinem Allzeithoch – Ausdruck eines stabilen Anlegervertrauens.
- Kurs Ende 2025: ca. 187 US-Dollar
- Wochenperformance: +0,05 % (Seitwärtsphase)
- 1-Monats-Performance: +1,2 %
- 3-Monats-Performance: +4,93 %
- Jahresperformance 2025: +22,23 %
Beim Handel zeigt sich der ETF liquide: Das durchschnittliche tägliche Volumen liegt bei 300.000 bis 400.000 Anteilen, ausreichend für private wie institutionelle Umschichtungen.
Der Fonds notiert in der Regel nur wenige Basispunkte vom Nettoinventarwert (NAV) entfernt. Die Tracking-Differenz zum MSCI World ist gering, was für die physische Replikationsmethode von BlackRock spricht.
Wettbewerb im Global-Equity-Segment
URTH tritt gegen zahlreiche globale Aktien-ETFs an. Auffällig ist dabei die klare Ausrichtung auf entwickelte Märkte – im Gegensatz zu Produkten, die auch Schwellenländer integrieren.
Im Vergleich zu ausgewählten Wettbewerbern (Stand Ende 2025):
- URTH bildet den MSCI World (nur entwickelte Märkte) ab,
- VT (Vanguard Total World) nutzt den FTSE Global All Cap (entwickelte + Schwellenländer),
- SPGM (SPDR Portfolio MSCI Global) folgt dem MSCI ACWI IMI (ebenfalls inkl. Schwellenländer).
Wesentliche Kennzahlen:
- Kostenquote: URTH 0,24 %, VT 0,07 %, SPGM 0,09 %
- Fondsvolumen: URTH ca. 6,7 Mrd. US-Dollar, VT über 60 Mrd. US-Dollar, SPGM rund 1,3 Mrd. US-Dollar
- Anzahl Positionen: URTH ~1.340, VT ~9.900+, SPGM ~2.500+
- US-Gewichtung: URTH ~72 %, VT ~63 %, SPGM ~64 %
- Jahresperformance 2025: URTH +22,2 %, VT +22,4 %, SPGM +24,8 %
URTH verlangt mit 0,24 % Gebühren einen deutlichen Aufschlag gegenüber VT und SPGM. 2025 legte der Fonds zwar kräftig zu, blieb jedoch leicht hinter SPGM und marginal hinter VT zurück. Hintergrund ist, dass sich im späteren Jahresverlauf 2025 die Marktbreite deutlich erweiterte: Neben großen Standardwerten trugen Small Caps und ausgewählte Schwellenländer – die in VT und SPGM enthalten, in URTH jedoch nicht vertreten sind – spürbar zur Rendite bei.
Anleger in URTH erhielten damit ein US-zentriertes Qualitätsportfolio, verzichteten aber auf den Nachholeffekt in Teilen des globalen Aktienuniversums.
Blick auf 2026
Für das erste Quartal 2026 zeichnen sich mehrere Faktoren ab, die die Entwicklung von URTH beeinflussen können:
- MSCI-Überprüfung im Februar: Bei der turnusmäßigen Indexanpassung könnten nach dem starken Anstieg einzelner Technologiewerte Gewichtungsverschiebungen anstehen. Größere Passivströme in Folge dieser Rebalancings können kurzfristige Volatilität auslösen.
- Bewertung: Der MSCI World wird aktuell mit einem Kurs-Gewinn-Verhältnis von rund 24 gehandelt – ein historisch hoher Wert. Künftige Erträge hängen damit stärker von weiterem Gewinnwachstum als von zusätzlicher Multiple-Ausweitung ab.
- Währungseffekte: Als US-domizilierter Fonds mit rund 28 % Auslandsanteil spielen Wechselkurse eine Rolle. Ein stärkerer US-Dollar würde die in Euro, Yen oder Pfund notierten Positionen in Dollar-Rechnung dämpfen. Schwächt sich der Dollar dagegen 2026 ab, könnte das den Beitrag der internationalen Komponente erhöhen.
- Markttechnik: Auf der Oberseite gilt der Bereich um 188 US-Dollar als wichtige Widerstandszone und Allzeithoch. Ein nachhaltiger Ausbruch darüber im Januar würde den laufenden Aufwärtstrend bestätigen. Auf der Unterseite könnte ein Rückgang unter 182 US-Dollar auf eine kurzfristige Korrektur hindeuten.
Damit bleibt URTH stark von den großen US-Tech-Werten, dem Zinsumfeld und der Dollarentwicklung geprägt.
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