Der iShares MSCI World ETF (URTH) lieferte Anlegern 2025 mit einer Rendite von 21,6 Prozent starke Ergebnisse. Doch hinter der Fassade des globalen Standardinvestments wächst ein signifikantes Klumpenrisiko heran. Während Schwellenländer zuletzt mit über 34 Prozent Performance am „Welt-ETF“ vorbeizogen, hängt dessen Schicksal nun massiv an einer einzigen Branche und einem neuen Spitzenreiter.

Tech-Dominanz auf neuem Level

Die Struktur des Portfolios hat sich fundamental verschoben. Nvidia hat Apple und Microsoft überholt und ist nun die größte Position im Index. Dieser Führungswechsel unterstreicht die extreme Abhängigkeit vom anhaltenden KI-Boom. Zwar hält der Fonds rund 1.320 Titel, doch die zehn größten Positionen machen mittlerweile etwa 27,3 Prozent des gesamten Volumens aus.

Mit einer US-Gewichtung von über 70 Prozent fungiert der ETF faktisch als Proxy für amerikanische Großkonzerne. Die internationale Diversifikation wirkte im vergangenen Zyklus eher als Renditebremse, da dynamische Schwellenländer im MSCI World per Definition ausgeschlossen sind.

Jetzt noch einsteigen? Was Anleger beim MSCI World ETF beachten sollten...

Bewertung am Limit

Diese Konzentration treibt die Bewertungsmultiples in die Höhe. Mit einem Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) von gut 24 ist der Index historisch teuer bezahlt. Die aktuelle Marktlage ist "priced for perfection": Sollten die Gewinne der Top-3-Holdings (Nvidia, Apple, Microsoft) enttäuschen, drohen aufgrund des hohen Gewichts überproportionale Rücksetzer.

Im direkten Vergleich zeigt sich der Nachteil der reinen Industrieländer-Strategie. Der breiter gefasste MSCI ACWI, der auch Emerging Markets enthält, schlug den URTH im Jahr 2025 um über 120 Basispunkte. Investoren, die auf globales Wachstum außerhalb der USA setzten, fuhren damit zuletzt besser.

Ausblick und wichtige Marken

Charttechnisch notiert der ETF knapp unter seinen Rekordständen. Die Marke von 185 US-Dollar fungiert als kurzfristige Unterstützung. Ein Ausbruch über das jüngste Hoch bei 188 US-Dollar würde den Bullenmarkt bestätigen, während Kurse unter 180 US-Dollar eine Korrektur einleiten könnten.

Für das erste Quartal 2026 bleibt neben den Tech-Gewinnen die Währungsseite der entscheidende Faktor. Eine weitere Abschwächung des US-Dollars würde den rund 30 Prozent internationalen Titeln im Portfolio Rückenwind verleihen und könnte die Performance-Lücke zu den Schwellenländern schließen. Analysten erwarten zudem eine mögliche Rotation in die Sektoren Finanzen und Kommunikationsdienste, was die Tech-Lastigkeit etwas abfedern würde.

MSCI World ETF: Kaufen oder verkaufen?! Neue MSCI World ETF-Analyse vom 09. Januar liefert die Antwort:

Die neusten MSCI World ETF-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für MSCI World ETF-Investoren. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 09. Januar erfahren Sie was jetzt zu tun ist.

MSCI World ETF: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...