Der iShares MSCI World ETF (URTH) steht am 24. Januar 2026 an einem entscheidenden Punkt. Nach einem spektakulären Kursanstieg von über 21 Prozent im Vorjahr treibt nun eine neue Kraft die Notierungen: Der massive Ausbau der KI-Infrastruktur. Nvidia hat Apple als wichtigste Position verdrängt, doch angesichts der hohen Bewertung stellt sich die Frage: Ist diese Konzentration auf US-Technologie noch gesund oder droht eine Überhitzung?

Fokus auf US-Infrastruktur

Das Anlagethema für den Start ins Jahr 2026 ist eindeutig: "US-Exceptionalism". Der ETF spiegelt mittlerweile eine klare Wette auf die amerikanische Wirtschaft wider, wobei US-Aktien nun über 70 Prozent des Fondsgewichts ausmachen.

Verantwortlich für den jüngsten Schub ist eine Sektor-Rotation innerhalb der Technologiebranche. Das Kapital fließt verstärkt in die physische Ebene der Künstlichen Intelligenz – also in Halbleiter, Rechenzentren und Energieversorger. Investoren setzen auf die Industrialisierung der KI, was den ETF derzeit gegen Probleme in anderen Bereichen, wie etwa dem inflationsgeplagten europäischen Konsumsektor, abschirmt. Trotz sportlicher Bewertungen stützen Gewinnprognosen von über 20 Prozent für die KI-Wertschöpfungskette das aktuelle Kursniveau.

Nvidia übernimmt die Führung

Die Rangordnung im Portfolio hat sich grundlegend verschoben. Nvidia ist mit einer Gewichtung von 5,32 Prozent nun die größte Einzelposition und lässt den langjährigen Spitzenreiter Apple hinter sich.

Jetzt noch einsteigen? Was Anleger beim MSCI World ETF beachten sollten...

Die Top-10-Holdings machen bereits rund 26,3 Prozent des gesamten Fondsvermögens aus. Diese Ballung bei den "Magnificent Seven" sorgt für ein aggressives Wachstumsprofil, erhöht aber auch das Klumpenrisiko. Mit einem Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) von rund 26 zahlen Anleger eine deutliche Prämie für dieses Engagement. Der ETF fungiert damit effektiv als gehebelte Wette auf die US-Tech-Ökonomie, während internationale Titel eher als stabilisierendes Beiwerk dienen.

Industrieländer vs. Gesamtmarkt

Im Vergleich zu breiteren "All Country"-Produkten wie dem Vanguard Total World (VT) fährt der URTH eine exklusivere Strategie. Er klammert Schwellenländer wie China, Indien oder Brasilien komplett aus.

Da Emerging Markets zuletzt oft hinterherhinkten, erwies sich dieser Fokus auf entwickelte Industrieländer als Renditetreiber. Zwar ist der Konkurrent VT mit einer Kostenquote von 0,07 Prozent günstiger als der iShares-ETF (0,24 Prozent), doch der URTH bietet die reinere Exposition gegenüber der US-Dynamik ohne die geopolitischen Risiken der Schwellenländer.

Blick auf die Zahlen

Der ETF notiert aktuell bei knapp 189 US-Dollar und steuert auf einen charttechnischen Ausbruch zu. Die kommenden Wochen dürften volatil werden, da die Top-5-Holdings Ende Januar und Anfang Februar ihre Quartalszahlen vorlegen. Besonders Aussagen zu den Investitionsausgaben im KI-Bereich werden den Kurs bewegen. Gelingt der Sprung über das 52-Wochen-Hoch von 190 US-Dollar, wäre der Aufwärtstrend bestätigt. Nach unten bietet die Marke von 180 US-Dollar eine solide Unterstützung.

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