iShares MSCI World ETF: Bewertung am Limit
Der iShares MSCI World ETF (URTH) verzeichnet zum Jahresauftakt 2026 ein Plus von 2,00 %, getrieben durch die anhaltende Stärke der Industrieländer. Doch hinter der soliden Performance verbirgt sich eine Bewertungsproblematik: Mit einem Kurs-Gewinn-Verhältnis von 24,5 notiert der Index deutlich über seinem historischen Durchschnitt. Anleger zahlen aktuell einen massiven Aufschlag für die vermeintliche Sicherheit der etablierten Märkte, während die Abhängigkeit vom US-Technologiesektor weiter steigt.
US-Tech gibt den Ton an
Obwohl der ETF über 1.300 Positionen umfasst, bestimmt eine Handvoll US-Konzerne die Kursentwicklung. Das Portfolio weist eine enorme Konzentration auf: Allein die Top-10-Positionen machen rund 26,45 % des gesamten Fondsvolumens aus. Angeführt wird die Liste von Nvidia (5,36 %), Apple (4,52 %) und Microsoft (3,80 %).
Faktisch erwerben Investoren keinen breit gestreuten Welt-ETF, sondern ein stark auf die USA fokussiertes Portfolio. Der US-Anteil liegt bei rund 70 %, wodurch der ETF stärker mit dem S&P 500 korreliert als mit einem echten globalen Korb. Andere Industrienationen wie Japan (ca. 5,5 %) oder Großbritannien (ca. 3,5 %) spielen im Vergleich zu den „Magnificent Seven“ kaum eine Rolle bei der Performance-Gestaltung.
Teure Stabilität im Vergleich
Im Wettbewerb mit breiteren Welt-ETFs positioniert sich der URTH durch den bewussten Ausschluss von Schwellenländern (Emerging Markets). Diese Strategie zahlte sich zuletzt aus: Auf Jahressicht erzielte der Fonds ein Plus von über 22 % und schlug damit Konkurrenten wie den Vanguard Total World (VT), der durch schwächelnde Märkte wie China gebremst wurde.
Dieser Fokus hat jedoch seinen Preis. Mit einer Kostenquote (TER) von 0,24 % ist der iShares-ETF deutlich teurer als vergleichbare Produkte wie der Vanguard VT (0,06 %). Zudem sorgt die hohe Bewertung des zugrundeliegenden MSCI World Index für Fallhöhe. Das aktuelle KGV von 24,5 spiegelt extrem hohe Erwartungen an den Technologiesektor wider – Enttäuschungen werden auf diesem Niveau kaum verziehen.
Liquidität und Ausblick
Das Handelsumfeld für den ETF verbessert sich weiter, nachdem die New York Stock Exchange im Januar den Handel mit Optionen auf den MSCI World Index ankündigte. Dies dürfte die Liquidität erhöhen und institutionellen Anlegern bessere Absicherungsmöglichkeiten bieten. Aktuell wird der ETF effizient nahe seinem Nettoinventarwert (NAV) gehandelt.
Für den weiteren Verlauf des ersten Quartals 2026 sind die Gewinne der großen Tech-Werte entscheidend. Sollten Unternehmen wie Nvidia oder Apple die hochgesteckten Erwartungen verfehlen, droht dem ETF aufgrund seiner Konzentration eine schärfere Korrektur als breiteren Marktindizes. Zudem dürfte die vierteljährliche Indexüberprüfung im Februar für kurzfristig steigende Volumina sorgen, wenn die Gewichtungen der Tech-Riesen neu justiert werden.
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