Gerade erst markierte die Infineon-Aktie ein frisches Jahreshoch, da holt die Geopolitik die Anleger auf den Boden der Tatsachen zurück. Neue Zoll-Drohungen von US-Präsident Donald Trump gegen Deutschland und andere NATO-Staaten setzen den DAX-Konzern zum Wochenstart unter Druck. Die zentrale Frage lautet nun: Kann die langfristige Wachstumsstory im KI-Sektor gegen die akuten Risiken im Automobilgeschäft bestehen?

Die Reaktion am Markt fiel am Montag eindeutig aus. Die Aktie verlor im frühen Handel rund 3,5 Prozent und rutschte zeitweise auf 40,43 Euro ab. Auslöser ist die Ankündigung aus Washington, ab dem 1. Februar Strafzölle von zehn Prozent auf Importe aus acht europäischen Ländern zu erheben, mit der Option auf eine Erhöhung auf 25 Prozent. Diese Nachricht trifft Infineon an einer empfindlichen Stelle: der hohen Abhängigkeit vom Automobilsektor, der im Zentrum dieses neuen Handelskonflikts steht.

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KI-Fantasie trifft auf Realpolitik

Die aktuellen Verluste wiegen doppelt schwer, da sie Infineon in einer Phase charttechnischer und fundamentaler Stärke treffen. Erst in der Vorwoche hatte der Titel, beflügelt von starken Zahlen des Partners TSMC, ein neues 52-Wochen-Hoch erreicht. Die Hoffnung auf den KI-Boom und den Ausbau des Geschäfts mit Rechenzentren hatte die Stimmung getrieben. CEO Jochen Hanebeck hatte hierfür erst kürzlich Umsätze von 1,5 Milliarden Euro für das laufende Geschäftsjahr in Aussicht gestellt.

Doch diese positiven Aussichten werden nun von den externen politischen Schocks überschattet. Anleger fürchten, dass die drohenden Zölle die Nachfrage bei den großen deutschen Autobauern wie BMW oder Volkswagen abwürgen könnten. Da Infineon seine Position im Automotive-Bereich strategisch stark ausgebaut hat, würden Produktionskürzungen bei den Herstellern unmittelbar auf die Auftragslage des Chipkonzerns durchschlagen.

Für Anleger liegt der Fokus nun auf zwei konkreten Marken: Charttechnisch muss die Unterstützung bei 40 Euro halten, um einen größeren Abverkauf zu verhindern. Fundamental liefert der 4. Februar 2026 die entscheidende Bestandsaufnahme. Dann präsentiert Infineon seine Quartalszahlen und das Management muss Farbe bekennen, wie stark sich die geopolitischen Spannungen tatsächlich bereits in den Auftragsbüchern niederschlagen.

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