Lange Zeit hingen dunkle Wolken über dem Ausblick für 2025, das vom Management lediglich als "Übergangsjahr" tituliert wurde. Doch nun dreht sich der Wind an der Börse dramatisch. Zwei renommierte Großbanken sehen den deutschen Chiphersteller plötzlich im Zentrum des globalen KI-Booms und prognostizieren eine Neubewertung. Ist die aktuelle Rallye der Beginn einer langfristigen Trendwende oder nur ein kurzes Strohfeuer?

Abschied von der reinen Auto-Abhängigkeit?

Auslöser für die jüngste Kursexplosion, die den Titel am Freitag an die DAX-Spitze katapultierte, waren aggressive Kaufempfehlungen von Jefferies und UBS. Die Analysten liefern den Anlegern genau das Narrativ, auf das sie gewartet haben: Infineon ist nicht mehr nur vom zyklischen Automobilgeschäft abhängig, sondern wird zum unverzichtbaren Schaufelverkäufer im Goldrausch der Künstlichen Intelligenz.

Besonders die Einschätzung von Jefferies-Analyst Janardan Menon sorgt für Fantasie. Er sieht Infineon an den profitabelsten Schnittstellen der modernen Energiearchitektur für Rechenzentren positioniert. Die Logik ist bestechlich: KI-Server sind energiehungrig, und effizientes Power-Management wird zur kritischen Infrastruktur.

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Die Experten sind sich einig, dass die Wachstumstreiber die aktuellen Risiken überwiegen:
* Jefferies: Kursziel auf 48 Euro erhöht – ein sattes Potenzial von rund 33 Prozent.
* UBS: Bestätigt "Buy" mit Ziel 44 Euro und verweist auf ungebremstes KI-Wachstum bis 2026.
* Technologie: Führungsrolle bei SiC- und GaN-Chips als Schlüssel für effiziente KI-Stromversorgung.

Ausbruch aus der Lethargie

Der Markt blickt nun entschlossen durch die aktuelle Schwäche im klassischen Automobilsektor hindurch. Während dort noch Lagerkorrekturen das Geschäft belasten, kristallisiert sich das Segment Green Industrial Power als der entscheidende Joker für die Zukunft heraus. Investoren wetten darauf, dass die strukturelle Nachfrage nach KI-Infrastruktur die zyklischen Dellen mehr als ausgleicht.

Diese neue Zuversicht spiegelt sich eindrucksvoll in der Kursentwicklung wider. Mit einem Wochenplus von über 13 Prozent haben die Bullen das Zepter übernommen. Der Schlusskurs von 36,44 Euro markiert nicht nur einen psychologisch wichtigen Sieg, sondern bringt die Aktie auch wieder in Schlagdistanz zum 52-Wochen-Hoch bei 38,80 Euro. Dass der Kurs nun deutlich über den gleitenden Durchschnitten der letzten 50 und 200 Tage notiert, untermauert die technische Stärke der Bewegung.

Alles hängt an 2026

Die "KI-Story" wandelt sich bei Infineon von einem Randaspekt zum Haupttreiber der Equity Story. Die entscheidende Frage für die kommenden Wochen wird sein, ob die Auftragslage die optimistischen Prognosen von Jefferies bestätigen kann. Sollte der Momentum-Schub anhalten und der Widerstand bei 38 Euro fallen, könnte das "Übergangsjahr" 2025 an der Börse schneller abgehakt sein als gedacht. Der Fokus liegt jetzt voll auf dem Wachstumspotenzial für 2026.

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