Infineon nutzt die weltweit wichtigste Elektronikmesse für einen gezielten Schlag im Autogeschäft. Während viele Halbleiter-Wettbewerber noch mit der Nachfrageschwäche kämpfen, präsentiert der Münchner Konzern in Las Vegas ein Entwicklungskit, das die Produktion softwaredefinierter Fahrzeuge drastisch beschleunigen soll. Die Börse reagiert: Die Aktie markierte zum Jahresauftakt ein neues 52-Wochen-Hoch.

Modularer Baukasten für Autohersteller

Das auf der CES 2026 vorgestellte Zone Controller Development Kit richtet sich an Entwickler von Zone Control Units – den dezentralen Steuereinheiten moderner E-Autos. Infineon liefert das System gemeinsam mit dem Fertigungspartner Flex aus.

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Die wichtigsten Funktionen des Kits:

  • Rund 30 kombinierbare Bausteine für flexible Anwendungen
  • Überstrom- und Überspannungsschutz für kritische Komponenten
  • Kapazitives Lastschalten ohne mechanische Verschleißteile
  • Hardware-Beschleuniger für sichere Datenübertragung
  • Over-the-Air-Updates mit A/B-Swap-Funktion
  • Integrierte Cybersecurity-Module

Die Vorbestellphase läuft bereits. Erste Auslieferungen sind für Ende März 2026 geplant.

Kurssprung zum Jahresstart

Die US-Hinterlegungsscheine schlossen am 2. Januar bei 44,80 USD – nur knapp unter dem bisherigen Jahreshoch von 45,13 USD. Seit Anfang 2025 legte der Titel um 35 Prozent zu und ließ damit den DAX deutlich hinter sich.

Der aktuelle Kurs liegt rund 7 Prozent über dem 50-Tage-Durchschnitt. Analysten taxieren das durchschnittliche Kursziel bei etwa 48 USD.

KI-Geschäft kompensiert Automotive-Schwäche

Die Kursgewinne speisen sich vor allem aus dem boomenden AI-Segment. CEO Jochen Hanebeck hatte im November die Umsatzprognose für KI-Rechenzentren um 50 Prozent auf 1,5 Milliarden Euro für 2026 angehoben. Im abgelaufenen Jahr verdreifachten sich die Erlöse in diesem Bereich auf über 700 Millionen Euro.

Anders sieht es im klassischen Auto- und Industriegeschäft aus: Kunden ordern kurzfristig und zurückhaltend. Für das laufende Quartal kalkuliert das Management mit einem Umsatzrückgang von 9 Prozent auf 3,6 Milliarden Euro.

Moderate Wachstumsprognose trotz Gegenwind

Für das Gesamtjahr 2026 erwartet Infineon dennoch ein leichtes Umsatzplus gegenüber den 14,7 Milliarden Euro aus 2025. Die Segmentergebnis-Marge lag zuletzt bei 17,5 Prozent. Für das abgeschlossene Geschäftsjahr plant der Konzern eine Dividende von 0,35 Euro je Aktie.

Die nächsten Quartalszahlen folgen Anfang Februar. Dann dürfte sich zeigen, ob die CES-Offensive und das wachsende AI-Geschäft die Schwäche in den Volumenmärkten tatsächlich ausgleichen können.

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