Goldpreis LBMA: Klarer Gewinnzuwachs!

Während die indischen Aktienmärkte unter Druck gerieten, zeigte sich der SBI Gold ETF (GETF) heute als sicherer Hafen. Der ETF startete bei 84,81 Rupien und kletterte im Tagesverlauf auf ein Hoch von 89,16 Rupien, bevor er bei 87,93 Rupien schloss. Damit legte er 0,92 Rupien gegenüber dem Schlusskurs von gestern zu. Das Handelsvolumen belief sich auf 2.588.495 Einheiten – leicht unter dem 20-Tage-Durchschnitt von 2,85 Millionen, was auf gezielte Käufe rather als breite Spekulation hindeutet.
Tektonische Verschiebungen im Finanzgefüge
Die Goldrally wurde heute von zwei mächtigen Kräften angetrieben: globalen Zinserwartungen und geopolitischer Unsicherheit. Die Märkte preisen eine 85-prozentige Wahrscheinlichkeit für einen Zinssenkung der US-Notenbank im September ein. Diese Erwartung wurde durch Äußerungen von Fed-Gouverneur Christopher Waller bekräftigt.
Doch was treibt die Goldkäufe zusätzlich an? Politische Ungewissheit rund um Präsident Trumps versuchten Entlassung von Fed-Gouverneurin Lisa Cook verstärkte die Flucht in sichere Häfen. Gleichzeitig schwächte sich die indische Rupie gegenüber dem US-Dollar um 0,62 Prozent auf 88,1450 ab, was INR-denominiertes Gold verteuerte.
Während indische 10-Jahres-Anleihen um 0,89 Prozent auf 6,596 Prozent zulegten – getrieben von starken GDP-Daten – zeigte sich Gold international stabil bei 3.403,97 US-Dollar je Unze.
Technisches Bild: Bullen übernehmen das Ruder
Aus technischer Sicht präsentiert sich der ETF aussichtsreich:
• Schlusskurs von 87,93 Rupien deutlich über allen wichtigen Gleitenden Durchschnitten
• RSI bei 59,37 zeigt gesunden Aufwärtstrend ohne Überhitzung
• Durchbruch des Widerstands bei 87,37 Rupien (R1) eröffnet Weg zu 90,04 Rupien (R2)
• Unterstützung liegt bei 85,27 Rupien (Pivot) und 82,60 Rupien (S1)
Das leicht unterdurchschnittliche Volumen bei steigendem Kurs spricht für qualitativ hochwertige Käufe rather als für spekulative Massenbewegungen.
Ausblick: Alles hängt an der Fed
Die weitere Entwicklung des GETF bleibt hochsensibel gegenüber globalen Signalen. Die heute anstehenden US-PCE-Inflationsdaten könnten die Zinserwartungen der Fed dramatisch verschieben. Ein weiterer schwacher US-Dollar oder eskalierende geopolitischen Spannungen würden dem Gold zusätzlichen Rückenwind geben.
Domestisch behalten Anleger die INR/USD-Wechselkursentwicklung und die indischen Anleiherenditen im Blick. Institutionelle Ströme in Gold-ETFs weltweit zeigen bereits Merkmale typischer Vor-Zinssenkungs-Positionierungen.
Die entscheidende Frage: Können die Bullen ihre Dominanz behaupten, oder droht bei enttäuschenden US-Daten eine korrigierende Gewinnmitnahme?