Nach einer beeindruckenden Rallye von über 60 Prozent im Vorjahr zeigt das Edelmetall zum Jahresauftakt 2026 deutliche Schwäche. Berichte über einen möglichen "Flash-Crash" und nervöse Gewinnmitnahmen verunsichern derzeit die Anleger. Droht nach der Rekordjagd nun der Kater oder bietet der Rücksetzer neue Chancen?

  • Schlusskurs: 4.332,10 USD (Donnerstag)
  • Wochentrend: Ein Minus von 5,04 % in den letzten 7 Tagen
  • Wichtige Unterstützung: Der Bereich um 4.300 USD wackelt

Der heutige Freitag ist von erheblicher Unruhe geprägt. Zwar notiert der Goldpreis noch oberhalb der psychologisch wichtigen Marke von 4.300 US-Dollar, doch die intraday gemessene Volatilität mahnt zur Vorsicht. Marktbeobachter registrieren erste Risse im Aufwärtstrend, nachdem das Asset Ende Dezember noch bei 4.562 US-Dollar ein neues Allzeithoch markiert hatte.

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Politisches Patt und Zins-Sorgen

Verantwortlich für den Stimmungsumschwung ist ein Mix aus fiskalischer Unsicherheit und gedämpften Zinshoffnungen. In den USA wächst die Angst vor einem erneuten Regierungsstillstand ("Shutdown"). Politische Blockaden und auslaufende Subventionen erhöhen das Risiko an den Märkten. Paradoxerweise führt dies aktuell nicht zu einer Flucht in den "Safe Haven" Gold, sondern zu Gewinnmitnahmen, da Investoren Liquidität bevorzugen.

Zusätzlich belasten neu kalibrierte Erwartungen an die Geldpolitik. Die Hoffnung auf schnelle Zinssenkungen der Federal Reserve schwindet. Aktuelle Marktdaten beziffern die Wahrscheinlichkeit für einen Zinsschritt im Januar auf lediglich 14,9 Prozent. Erst für den März preisen die Märkte eine Chance von gut 50 Prozent ein. Dieses Umfeld stärkt den US-Dollar und drückt im Gegenzug auf das zinslose Gold.

Charttechnik: Entscheidung steht an

Der deutliche Rücksetzer von gut 5 Prozent auf Wochensicht hat das technische Bild eingetrübt. Der Bereich um 4.300 US-Dollar fungiert nun als entscheidende Unterstützungslinie. Sollte diese Marke nachhaltig unterschritten werden, droht ein Test der 4.285-Dollar-Marke. Darunter rückt der 50-Tage-Durchschnitt bei 4.240 US-Dollar in den Fokus, der als mittelfristiger Trendindikator dient.

Das Marktumfeld bleibt kurzfristig fragil. Die Kombination aus dünnen Handelsumsätzen nach den Feiertagen und der nervösen Nachrichtenlage sorgt für hohe Schwankungsbreiten. Die weitere Richtung entscheidet sich nun an der Verteidigung der 4.300er-Marke; hält diese nicht, steht eine ausgedehntere Konsolidierung bevor.

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