Der Goldpreis startet fulminant ins Jahr 2026 und hat bereits die Marke von 4.600 Dollar durchbrochen. Große Investmentbanken sehen die Rally erst am Anfang – einige rechnen mit Kursen bis 6.600 Dollar je Feinunze. Doch was treibt das Edelmetall auf immer neue Höchststände?

Die Fakten im Überblick:

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  • Neues Allzeithoch bei 4.629,94 Dollar am 12. Januar
  • Plus von über 6% seit Jahresbeginn
  • Chinas Notenbank kauft den 14. Monat in Folge Gold
  • Durchschnittliches Analystenkursziel: 5.180 Dollar (+19%)

Geopolitik und Zentralbanken treiben die Rally

Die aktuelle Preisentwicklung hat mehrere Wurzeln. Geopolitische Spannungen nehmen zu: US-Drohungen gegenüber Grönland, Konflikte mit Iran und Venezuela schaffen Unsicherheit. Hinzu kommen Zweifel an der Unabhängigkeit der US-Notenbank, nachdem die Trump-Administration Fed-Chef Jerome Powell mit strafrechtlichen Konsequenzen drohte.

„Die Regeln sind über Bord geworfen. Edelmetalle spiegeln all das wider", kommentiert der unabhängige Analyst Ross Norman die Situation.

Parallel dazu setzen Zentralbanken ihre Goldkäufe fort. China hat seine Reserven im Dezember auf 74,15 Millionen Feinunzen ausgebaut. Auch physisch besicherte Gold-ETFs verzeichneten 2025 Rekordzuflüsse von 89 Milliarden Dollar. Die Erwartung niedrigerer US-Zinsen in der zweiten Jahreshälfte reduziert zudem die Opportunitätskosten für das zinslose Edelmetall.

Wall Street setzt auf 5.000 Dollar und mehr

Die großen Investmentbanken überbieten sich mit optimistischen Prognosen. Jefferies Group sieht Gold bei 6.600 Dollar – ein Aufwärtspotenzial von 52% gegenüber dem Jahresschluss 2025. Yardeni Research rechnet mit 6.000 Dollar, UBS mit 5.400 Dollar. Auch die konservativeren Schätzungen von Goldman Sachs (4.900 Dollar) und Morgan Stanley (4.800 Dollar) liegen deutlich über dem aktuellen Niveau.

HSBC erwartet eine Handelsspanne zwischen 3.950 und 5.050 Dollar für das Gesamtjahr, wobei das Edelmetall zum Jahresende bei 4.450 Dollar notieren könnte.

Silber übertrifft Gold deutlich

Silber zeigt sich noch dynamischer als Gold. Mit einem Plus von über 23% seit Jahresbeginn notiert das Industriemetall bei rund 93 Dollar je Feinunze. Am 12. Januar markierte Silber ein neues Allzeithoch bei 86,22 Dollar. ANZ-Analystin Soni Kumari sieht Kurse von 90 Dollar in Reichweite, sollte das aktuelle Marktumfeld anhalten.

Fed-Politik bleibt entscheidender Faktor

Trotz der bullischen Stimmung mahnen erfahrene Marktbeobachter zur Vorsicht. 1980 brach der Goldpreis nach einem ähnlichen Höhenflug um mehr als 60% ein, als die Börsen die Marginanforderungen erhöhten und die Fed die Zinsen drastisch anhob. Auch 2013 folgte auf spekulative Übertreibungen ein Einbruch von 40%.

Die entscheidende Variable bleibt die US-Zinspolitik. Die Märkte rechnen damit, dass die Fed die Zinsen auf der nächsten Sitzung unverändert lässt. Die nächste vollständig eingepreiste Zinssenkung verschiebt sich in die zweite Jahreshälfte 2026. Sollten diese Erwartungen enttäuscht werden, könnte die Rally ein abruptes Ende finden.

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