Mit einem Plus von 65 Prozent lieferte Gold 2025 seine stärkste Performance seit über 40 Jahren. Das Edelmetall kletterte von rund 2.600 USD zu Jahresbeginn auf ein Allzeithoch von 4.560 USD im Dezember. Zum Jahresschluss notiert es bei 4.330 USD – ein bemerkenswerter Erfolg, der allerdings von heftiger Volatilität begleitet wurde.

Die Eckdaten der Rally:
- Jahresgewinn: +65 Prozent
- Allzeithoch im Dezember: 4.560 USD
- Aktueller Stand: 4.330 USD
- Stärkster Jahresanstieg seit den frühen 1980ern

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Turbulenter Jahresausklang

Der 29. Dezember markierte einen Wendepunkt. Gold brach um mehr als 4 Prozent ein – der heftigste Tagesverlust seit Oktober. Auslöser war die Entscheidung der CME Group, die Margin-Anforderungen für Edelmetall-Futures anzuheben. Die höheren Sicherheitsleistungen zwangen Händler, Positionen zu reduzieren. Dünne Handelsvolumina während der Feiertage verstärkten den Abverkauf zusätzlich.

Bereits einen Tag später folgte die Gegenbewegung. Das Edelmetall stabilisierte sich wieder oberhalb von 4.300 USD und beendete das Jahr mit einem respektablen Polster zum Jahresauftakt.

Was die Rally antrieb

Mehrere strukturelle Faktoren kamen 2025 zusammen. Zentralbanken stockten ihre Goldreserve massiv auf – der World Gold Council meldet, dass 95 Prozent der Notenbanken ihre Bestände weiter erhöhen wollen. Parallel senkte die US-Notenbank die Leitzinsen auf 3,50 bis 3,75 Prozent, was alternative Anlagen wie Anleihen weniger attraktiv machte.

Der US-Dollar schwächelte und verlor rund 10 Prozent gegenüber einem Währungskorb. Gleichzeitig flossen sechs Monate in Folge frische Gelder in Gold-ETFs, die erstmals mehr als eine halbe Billion Dollar verwalteten. Geopolitische Spannungen – vom Ukraine-Konflikt bis zu Unsicherheiten im Nahen Osten – verstärkten die Nachfrage nach dem klassischen Krisenschutz.

Prognosen für das neue Jahr

J.P. Morgan setzt ein Kursziel von 5.055 USD für das vierte Quartal 2026. Goldman Sachs prognostiziert 4.900 USD, mit erheblichem Aufwärtspotenzial bei verstärkten ETF-Zuflüssen. State Street erwartet eine Handelsspanne zwischen 4.000 und 4.500 USD, hält aber 5.000 USD für erreichbar.

Die Analysten rechnen mit anhaltend hoher Zentralbanknachfrage von rund 755 Tonnen sowie ETF-Zuflüssen von etwa 250 Tonnen. Die robuste physische Nachfrage aus Asien und Indien dürfte zusätzlich stützen.

Der World Gold Council skizziert allerdings auch ein Risikoszenario: Unerwartet starkes Wirtschaftswachstum könnte Inflation antreiben und die Fed zu Zinserhöhungen zwingen. Ein stärkerer Dollar würde Gold belasten. Die jüngste Volatilität zeigt zudem, dass nach einer derart steilen Rally Korrekturen jederzeit möglich sind.

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