Das neue Börsenjahr beginnt für Gold mit einem Ausrufezeichen. Nach der stärksten Jahresperformance seit über vier Jahrzehnten setzt das Edelmetall seine Rally fort. 2025 legte Gold um rund 65 Prozent zu – die beste Entwicklung seit 1979. Doch während Gold glänzt, stehlen zwei andere Edelmetalle dem König der Krisenwährungen die Show.

Die wichtigsten Fakten:
- Gold verzeichnete 2025 ein Plus von 65 Prozent
- Silber explodierte um 147 Prozent – historischer Rekord
- Platin kletterte um 127 Prozent auf Allzeithöhen
- Fed signalisiert weitere Zinssenkungen für 2026

Silber und Platin laufen Gold davon

Am ersten Handelstag 2026 erreichte Gold zeitweise 4.402 US-Dollar je Feinunze. Das Allzeithoch von 4.549 US-Dollar vom 26. Dezember liegt damit in greifbarer Nähe. Vor einem Jahr notierte das Edelmetall noch bei etwa 2.633 US-Dollar.

Doch die eigentlichen Stars des Edelmetall-Sektors sind Silber und Platin. Silber legte 2025 um über 147 Prozent zu – getrieben von der Einstufung als kritisches US-Mineral, Angebotsengpässen und hoher industrieller Nachfrage bei niedrigen Lagerbeständen. Platin stieg um 127 Prozent, während selbst Palladium mit einem Plus von 76 Prozent den größten Jahresgewinn seit 15 Jahren verbuchte.

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Fed-Protokoll befeuert Lockerungsfantasie

Die Protokolle der FOMC-Sitzung vom Dezember zeigen eine wachsende Bereitschaft unter den Notenbankern, die Geldpolitik weiter zu lockern, sollte die Inflation zurückgehen. Nach drei Zinssenkungen in Folge kündigte die Fed zudem Anleihekäufe in Höhe von 40 Milliarden US-Dollar im ersten Monat an. Diese Bilanzausweitung stützt Gold zusätzlich.

Parallel dazu verzeichnete der US-Dollar 2025 den stärksten Jahresverlust seit acht Jahren. Geopolitische Spannungen – von den Unruhen im Iran über die ausbleibende Friedenslösung im Ukraine-Konflikt bis zu den Spannungen im Nahen Osten – treiben Anleger weiter in sichere Häfen.

Physische Nachfrage erholt sich

In Indien und China wird Gold erstmals seit zwei Monaten wieder mit Aufschlägen gehandelt. Das deutet auf eine Erholung der physischen Nachfrage in den wichtigsten Konsumentenmärkten hin. Anhaltende Zentralbankkäufe im Rahmen der Dollar-Diversifikation stützen die Nachfrageseite zusätzlich.

Bank of America sieht Gold bei 5.000 US-Dollar je Unze – ein Potenzial von rund 14 Prozent. Kurzfristig warnen Händler jedoch vor möglichem Verkaufsdruck durch Index-Rebalancing. Nach der starken Rally könnten passive Fonds Kontrakte verkaufen, um neue Gewichtungen abzubilden. Trotz des starken Jahresauftakts steuern alle Edelmetalle auf Wochenverluste zu. Ein hawkischer Kurswechsel der Fed bleibt das zentrale Risiko für die weitere Entwicklung.

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