Gerresheimer Aktie: Chance nach Absturz?
Nach einem massiven Wertverlust von über 60 Prozent im Jahr 2025 sucht die Gerresheimer Aktie weiter nach einem stabilen Boden. Zwar notiert das Papier heute leicht im Plus, doch eine jüngste Bilanzkorrektur sorgt bei Anlegern weiterhin für Skepsis. Analysten stellen sich nun die Frage: Überwiegen die bilanziellen Risiken oder bietet die historisch niedrige Bewertung eine Einstiegsgelegenheit?
Bilanzkorrektur drückt auf die Stimmung
Der Hauptgrund für die anhaltende Zurückhaltung der Marktteilnehmer liegt in der operativen Entwicklung Ende 2025. Kurz vor Weihnachten musste das Unternehmen Umsätze in Höhe von rund 28 Millionen Euro aus sogenannten "Bill-and-Hold"-Vereinbarungen korrigieren. Auf Druck der Wirtschaftsprüfer wurden diese Erlöse vom Geschäftsjahr 2024 in das Jahr 2025 verschoben.
Die Auswirkungen auf die Bücher des Jahres 2024 sind konkret messbar:
* Der Umsatz sinkt um ca. 1 Prozent.
* Das bereinigte EBITDA verringert sich um ca. 1 Prozent.
* Der bereinigte Gewinn je Aktie fällt um etwa 2 Prozent.
Obwohl es sich hierbei lediglich um eine zeitliche Verschiebung der Einnahmen handelt, hat dieser Vorgang das Vertrauen in die Prognosesicherheit des Managements strapaziert.
Analysten sehen Aufwärtspotenzial
Ungeachtet der buchhalterischen Unruhe erkennen Experten in dem stark gefallenen Kurs eine Chance. Das Analysehaus Jefferies bestätigte aktuell seine Kaufempfehlung ("Buy") und setzte das Kursziel auf 34,10 Euro fest.
Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei Gerresheimer?
Beim aktuellen Kurs von 27,80 Euro entspräche dies einem Aufwärtspotenzial von über 22 Prozent. Argumentiert wird vor allem mit der günstigen Bewertung: Ein Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) von 8,32 und ein PEG-Ratio von 0,82 deuten fundamental auf eine Unterbewertung hin, sofern das operative Geschäft stabilisiert werden kann.
Warnsignale aus der Charttechnik
Technisch betrachtet bleibt die Lage jedoch angespannt. Der 50-Tage-Durchschnitt notiert mit 26,15 Euro weiterhin deutlich unter der 200-Tage-Linie, was den langfristigen Abwärtstrend bestätigt. Zudem fehlt der aktuellen Erholung die Breite: Das Handelsvolumen liegt heute mit rund 103.000 gehandelten Stücken etwa 27 Prozent unter dem Durchschnitt. Institutionelle Anleger halten sich trotz des optisch günstigen Niveaus offenbar noch zurück.
Die Fakten im Überblick:
* Kurs: 27,80 Euro (+0,8 %)
* KGV: 8,32
* Marktkapitalisierung: ca. 950 Mio. Euro
* Verschuldungsgrad: 87,94
Für eine nachhaltige Trendwende benötigt die Aktie mehr als nur eine günstige Bewertung auf dem Papier. Entscheidend wird sein, ob die Marke von 27,80 Euro in den kommenden Tagen verteidigt werden kann und ob das Handelsvolumen signifikant anzieht, um das wiederkehrende Interesse großer Marktteilnehmer zu bestätigen.
Gerresheimer-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Gerresheimer-Analyse vom 6. Januar liefert die Antwort:
Die neusten Gerresheimer-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Gerresheimer-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 6. Januar erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
Gerresheimer: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...








