Ethereum kommt nicht zur Ruhe. Die zweitgrößte Kryptowährung kämpft mit der psychologisch wichtigen 3.000-Dollar-Marke und notiert am Freitagmorgen zwischen 2.940 und 2.970 Dollar – ein Minus von rund 2 Prozent binnen 24 Stunden. Während institutionelle Investoren massiv ETH einsammeln und wegstaken, bleibt die Nachfrage schwach. Der Markt steht im Zeichen auslaufender Optionen, sinkender Mainnet-Aktivität und fragiler Stimmung.

Optionsverfall belastet

Heute laufen Krypto-Optionen im Gesamtwert von 2,3 Milliarden Dollar aus, davon entfallen 347,7 Millionen auf Ethereum. Rund 116.000 ETH-Kontrakte erreichen ihr Verfallsdatum. Der sogenannte Max-Pain-Preis – jenes Niveau, bei dem die meisten Optionen wertlos verfallen – liegt bei 3.200 Dollar. Ethereum notiert aktuell deutlich darunter. Das begünstigt die Verkaufsseite.

Das Put/Call-Verhältnis von 0,81 bis 0,84 signalisiert zwar strukturell mehr Kaufoptionen als Verkaufsoptionen. Doch die aktuelle Kursschwäche hat bullische Impulse im Keim erstickt. Händler warten ab, ob nach dem Optionsverfall Entlastung eintritt oder sich der Abwärtstrend fortsetzt.

Rekord-Staking trotz Preisdruck

Auf der Blockchain zeigt sich ein konträres Bild. BitMine hat am 23. Januar weitere 171.264 ETH gestakt und hält nun insgesamt rund 1,94 Millionen ETH – etwa 3,5 Prozent des gesamten Angebots im Wert von 5,71 Milliarden Dollar. Das erklärte Ziel: 5 Prozent.

Weitere Kennzahlen unterstreichen die Verknappung:

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  • 30 Prozent des Ethereum-Angebots sind mittlerweile gestakt
  • Bestände auf Börsen sind auf 16,2 Millionen ETH gefallen – ein Achtjahrestief
  • Die Warteschlange für neue Validatoren wächst, während kaum jemand aussteigt

Langfristig deutet das auf einen Angebotsschock hin. Kurzfristig fehlt jedoch die Käuferseite. Spot-ETFs verzeichneten zuletzt Abflüsse von 224,8 Millionen Dollar.

Layer-2-Migration bremst Mainnet

Das im Dezember 2025 ausgerollte "Fusaka"-Upgrade sollte die Datenkapazität erhöhen und Gebühren senken. Doch JPMorgan warnt: Die Mainnet-Aktivität leidet, weil Nutzer zu Layer-2-Lösungen abwandern.

Rund 60 Prozent aller Transaktionen im Ethereum-Ökosystem laufen mittlerweile über Layer-2-Netzwerke wie Base, Arbitrum oder Optimism. Die Gebührendifferenz ist massiv: 6,20 Dollar auf dem Mainnet stehen 0,12 Dollar auf Layer 2 gegenüber. Die Folge: Weniger ETH wird verbrannt, die deflationäre Mechanik von EIP-1559 schwächelt.

Zusätzlich verzerren "Address Poisoning"-Attacken die Nutzerzahlen. Statt der gemeldeten 1,3 Millionen aktiven Adressen dürften es real näher an 945.000 sein.

Kritische Zone erreicht

Technisch steht Ethereum an einer Weggabelung. Die 3.000-Dollar-Unterstützung ist gefallen. Nächster Halt: 2.880 Dollar. Darunter droht ein Rutsch auf 2.720 Dollar – eine Marke, die historisch als Kostenbasis großer Adressen gilt und in Bullenmärkten noch nie unterschritten wurde. Für eine Trendwende müsste ETH zunächst 3.050 Dollar zurückerobern und anschließend die 3.200-Dollar-Zone attackieren.

Der Crypto Fear & Greed Index zeigt mit Werten zwischen 24 und 34 "Extreme Angst" bis "Angst". Langfristige Halter reduzieren zwar weiter die Börsenbestände und erhöhen Staking-Positionen. Doch die kurzfristige Marktstruktur bleibt von Derivate-Volatilität und regulatorischer Vorsicht geprägt.

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