Die Deutsche Bank traut dem italienischen Energieversorger Enel mehr zu als bisher. Analyst James Brand hob das Kursziel für die Aktie deutlich an und reagierte damit auf die neuen Wachstumsziele des Konzerns. Während regulatorische Eingriffe in Italien die Branche belasten, setzt das Management auf eine Expansion des operativen Geschäfts.

Das neue Kursziel liegt bei 10,00 Euro, nachdem es zuvor bei 8,50 Euro angesetzt war. Trotz dieser Aufwertung belässt die Deutsche Bank die Einstufung auf „Hold“. Der Markt honorierte die optimistischere Einschätzung bereits am Freitag: Die Aktie legte um 2,36 Prozent zu und ging bei 9,71 Euro aus dem Handel.

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Fokus auf die Strategie 2028

Hinter der Neubewertung steht der Strategieplan für die Jahre 2026 bis 2028. Enel strebt ein EBITDA in einer Spanne von 23,1 bis 23,6 Milliarden Euro an. Dies markiert eine Steigerung gegenüber dem Jahr 2025, in dem das vorläufige Ergebnis bei 22,9 Milliarden Euro lag. Aktuelle Schätzungen der Analysten orientieren sich für das Jahr 2026 am Mittelwert dieser Prognose. Für das Jahr 2028 bleiben die Erwartungen am Markt hingegen vorsichtiger und richten sich eher am unteren Ende der Unternehmensziele aus.

Regulatorik trifft auf hohe Rohstoffpreise

Die Rahmenbedingungen für den Versorger sind komplex. Ein italienisches Energiedekret führte im Februar zu einem Rückgang der Strompreise um etwa 15 Prozent, was die Einnahmen im Heimatmarkt spürbar unter Druck setzt. Gleichzeitig sorgt die Situation an den Rohstoffmärkten für Volatilität. Brent-Öl wird aktuell nahe der Marke von 100 US-Dollar gehandelt. Solche Preise erhöhen zwar primär die Kosten für reine Öl- und Gaskonzerne, beeinflussen aber auch die Risikoprämien für großflächig aufgestellte Versorger wie Enel.

Das laufende Aktienrückkaufprogramm dient derzeit als wichtiger Stabilisator für den Kurs. Mit dem neuen Ziel von 10,00 Euro liegt die Deutsche Bank im Mittelfeld des Analystenkonsensus, der in einer Spanne von 8,00 bis 11,50 Euro reicht. Die Erfüllung der EBITDA-Ziele bis 2028 bleibt die zentrale Messlatte, an der sich der Konzern in einem schwierigen politischen Umfeld beweisen muss.

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