Eli Lilly ist an der Börse vor allem für seine dominierende Stellung im Markt für Abnehmspritzen bekannt, doch der Pharmariese hat weit mehr im Köcher. Mitten in einer volatilen Marktphase sorgt nun eine Nachricht der US-Gesundheitsbehörde FDA für Aufsehen. Ein neuer Hoffnungsträger aus der Onkologie-Pipeline hat den begehrten Status als „Breakthrough Therapy“ erhalten – ein wichtiges Signal für die langfristige Diversifizierung des Konzerns jenseits des reinen Gewichtsmanagement-Hypes.

Beschleunigung im Kampf gegen Krebs

Der Auslöser für die aktuelle Aufmerksamkeit ist der Wirkstoffkandidat Sofetabart mipitecan (LY4170156). Die FDA verlieh dem Mittel den Status als Therapiedurchbruch für die Behandlung von Erwachsenen mit platinresistentem Eierstockkrebs. Diese Einstufung soll die Entwicklung und Prüfung von Medikamenten beschleunigen, die bei schweren Erkrankungen eine wesentliche Verbesserung gegenüber verfügbaren Therapien versprechen.

Basis für die Entscheidung sind vielversprechende Daten aus der Phase-1a/b-Studie. Diese zeigten nicht nur eine gute Wirksamkeit bei verschiedenen Dosierungen, sondern auch ein günstiges Sicherheitsprofil mit vergleichsweise geringen Nebenwirkungen. Jacob Van Naarden, Präsident von Lilly Oncology, betonte das Ziel, Patienten mit fortgeschrittenem Eierstockkrebs neue therapeutische Optionen zu bieten, da in diesem Bereich bislang oft nur begrenzte Behandlungsmöglichkeiten bestehen.

Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei Eli Lilly?

Strategische Erweiterung der Pipeline

Die Nachricht fügt sich in eine Reihe strategischer Schritte ein, mit denen Eli Lilly seine Pipeline verbreitert. Neben dem organischen Wachstum durch Forschung treibt das Management auch Zukäufe voran. Erst Anfang Januar gab das Unternehmen die geplante Übernahme von Ventyx Biosciences für rund 1,2 Milliarden Dollar bekannt, um das Portfolio bei entzündungshemmenden oralen Therapien zu stärken.

Analysten bewerten die fundamentale Lage weiterhin konstruktiv. Häuser wie Bernstein und UBS bestätigten am 20. Januar ihre Kaufempfehlungen und verwiesen auf die starke Marktposition des Unternehmens. Trotz der jüngsten Kurskorrektur sehen Experten im breiten Produktportfolio weiterhin Potenzial.

Charttechnische Lage

Trotz der operativen Fortschritte stand der Titel zuletzt unter erheblichem Abgabedruck. Auf Wochensicht verlor die Aktie rund 14,9 Prozent an Wert und notiert aktuell bei 913,50 Euro. Ein Blick auf die Indikatoren zeigt jedoch eine extreme Situation: Mit einem RSI (Relative Strength Index) von 28,5 gilt der Titel inzwischen als überverkauft. Dies könnte darauf hindeuten, dass die jüngsten Verkäufe übertrieben waren, wenngleich das charttechnische Bild kurzfristig angeschlagen bleibt.

Der nächste entscheidende Termin für Anleger steht bereits fest: Am 4. Februar 2026 wird Eli Lilly die Zahlen für das vierte Quartal präsentieren. Dann wird sich zeigen, ob die fundamentalen Ergebnisse stark genug sind, um den Kurs nachhaltig zu stabilisieren.

Eli Lilly-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Eli Lilly-Analyse vom 21. Januar liefert die Antwort:

Die neusten Eli Lilly-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Eli Lilly-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 21. Januar erfahren Sie was jetzt zu tun ist.

Eli Lilly: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...