Eli Lilly ist an der Börse vor allem für seine Dominanz im Markt für Abnehmpräparate bekannt. Doch eine aktuelle Entscheidung der US-Arzneimittelbehörde FDA lenkt den Blick nun auf die Krebsforschung des Konzerns. Die Verleihung des "Breakthrough"-Status für einen neuen Wirkstoff signalisiert Investoren, dass die Pipeline auch jenseits von Adipositas-Medikamenten werthaltig ist.

Rückenwind durch Regulierer

Der positive Impuls für die operative Entwicklung stammt aus den USA: Die FDA hat dem Wirkstoffkandidaten Sofetabart Mipitecan den Status als "Breakthrough Therapy" verliehen. Diese Bezeichnung ist für die Behandlung von platinresistentem Eierstockkrebs vorgesehen, einer Indikation, die medizinisch als besonders schwer zu behandeln gilt.

Für Marktbeobachter ist dieser regulatorische Schritt von Bedeutung, da er den Entwicklungs- und Prüfungsprozess für Medikamente beschleunigt, die eine wesentliche Verbesserung gegenüber verfügbaren Therapien versprechen. Strategisch deutet dies auf eine Erweiterung des Onkologie-Portfolios hin, was Eli Lilly helfen könnte, die Einnahmequellen über das dominante Gewichtsverlust-Geschäft (GLP-1) hinaus zu diversifizieren.

Profis uneinig bei der Ausrichtung

Während die operative Meldung positiv ausfällt, zeigt der Blick auf die jüngsten Handelsdaten eine gewisse Zurückhaltung am Markt – die Aktie notiert aktuell bei 913,50 Euro und hat seit Jahresbeginn rund 15 Prozent eingebüßt. Auch bei den institutionellen Investoren herrscht laut aktuellen 13F-Filings Uneinigkeit über die weitere Strategie:

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  • Vest Financial LLC erhöhte das Engagement im dritten Quartal um 23,8 Prozent.
  • Simplicity Wealth LLC wählte den entgegengesetzten Weg und reduzierte die Position um 36,3 Prozent.
  • Vanguard Group baute den massiven Anteil minimal um 1,5 Prozent aus und hält weiterhin über 80 Millionen Aktien.

Diese Rotation deutet darauf hin, dass einige Fonds nach der starken Jahresperformance Gewinne mitnehmen, während andere auf das langfristige Wachstum der Pipeline setzen.

Bewertung und Konkurrenzkampf

Der Markt bewertet Eli Lilly derzeit mit einem Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) von rund 53. Dieser Aufschlag wird primär durch die hohen Wachstumserwartungen gerechtfertigt: Im letzten Quartalsbericht wies das Unternehmen ein Umsatzplus von 53,9 Prozent gegenüber dem Vorjahr aus, getrieben durch die Verkäufe von Mounjaro und Zepbound.

Der Wettbewerbsdruck bleibt jedoch hoch, insbesondere durch Novo Nordisk. Analysten von Barclays verwiesen kürzlich auf vielversprechende Daten für eine orale Version von Wegovy. Eli Lilly hält mit seinem eigenen oralen Kandidaten Orforglipron dagegen, dessen Entwicklung von Investoren genau beobachtet wird.

Der Fokus der Anleger richtet sich nun strikt auf den 4. Februar 2026. An diesem Tag wird der Konzern vor Börsenbeginn seine Bücher öffnen und zeigen müssen, ob die Gewinnerwartungen von 23,00 bis 23,70 US-Dollar pro Aktie für das Geschäftsjahr 2025 erfüllt werden können.

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