Dramatische Aussagen und politische Debatten: Ein Tag voller Schlagzeilen
Von einem düsteren Untersuchungsausschuss über eine umstrittene Steuersenkung bis hin zu einer historischen Evakuierung im All – der Donnerstag brachte eine Fülle an bewegenden Nachrichten. Die Schilderungen zu einem mysteriösen Todesfall ließen aufhorchen, während die Politik über die richtige Entlastung der Bürger stritt.
Schockierende Details im Pilnacek-Untersuchungsausschuss
Der Untersuchungsausschuss zu den Ermittlungen nach dem Tod des ehemaligen Justiz-Sektionschefs Christian Pilnacek hat mit ersten, eindringlichen Befragungen begonnen. Den Auftakt machte der Baggerfahrer, der die Leiche am 20. Oktober 2023 in einem Donau-Seitenarm bei Rossatz fand. Anschließend schilderte ein Feuerwehrmann die Bergung der sterblichen Überreste. Die Aussagen dürften die düstere Atmosphäre rund um den ungeklärten Fall weiter verdichten.
Mehrwertsteuer-Senkung: Entlastung oder "Gießkannenprinzip"?
Die geplante Senkung der Mehrwertsteuer auf Grundnahrungsmittel sorgt weiter für Diskussionen. Während SPÖ-Vizekanzler Andreas Babler versprach, den genauen Warenkorb "entlang der Gegenfinanzierung" aufzustellen, hagelte es Kritik. Die Industriellenvereinigung bemängelte das "überschaubare Volumen" und die Finanzierung durch andere Steuern. Sie warf der Regierung ein undurchdachtes "Gießkannenprinzip" vor. Die Debatte zeigt: Die einfache Entlastung ist politisch ein Minenfeld.
Historischer Notfall im All: ISS-Crew vorzeitig zurück
Erstmals in der Geschichte der Internationalen Raumstation ISS musste eine komplette Astronauten-Crew vorzeitig zurückgeholt werden. Grund waren medizinische Probleme. Die vierköpfige Besatzung landete sicher in einer SpaceX-"Crew Dragon"-Kapsel vor der Küste Kaliforniens. Diese dramatische Rettungsaktion unterstreicht die Risiken der Raumfahrt – und die Zuverlässigkeit der modernen Rückkehrsysteme.
NATO-Mission in Grönland als Antwort auf US-Drohungen
Vor dem Hintergrund wiederholter US-Interessenbekundungen an Grönland startet eine Erkundungsmission mehrerer NATO-Länder auf der Arktis-Insel. Etwa 15 französische Soldaten sind bereits eingetroffen. Russland reagierte umgehend besorgt und warf dem Bündnis vor, die Spannungen in der strategisch wichtigen Region anzuheizen. Das Tauziehen um den hohen Norden tritt in eine neue Phase.
Weitere Meldungen des Tages im Überblick
- Tiroler Kühltruhen-Fall: Die Obduktion ergab, dass die im November 2025 entdeckte 34-jährige Mutter und ihre zehnjährige Tochter mit hoher Wahrscheinlichkeit erstickt wurden. Zwei Männer sitzen in U-Haft.
- Missbrauchscausa bei SOS-Kinderdorf: Der Leiter des Kinderdorfs in Nußdorf-Debant (Osttirol) wurde dienstfrei gestellt. Zwei Personen hatten sich mit schwerwiegenden Vorwürfen gemeldet, die auf eine frühere Zeit zurückgehen.
- Unwetter-Katastrophe in Südafrika: Nach tagelangen Regenfällen herrscht in Teilen der Provinz Limpopo der Katastrophenzustand. In Simbabwe und Südafrika kamen insgesamt fast 90 Menschen ums Leben.
- Geständnis im Wiener "Fäkalien-Werfer"-Prozess: Ein 30-Jähriger gestand, im Frühjahr 2025 vorwiegend junge Frauen mit Fäkalien beworfen zu haben. Der Staatsanwalt sprach von "abstoßenden Angriffen" und schwer traumatisierten Opfern.
- Börse: Der Wiener ATX gab leicht nach und schloss 0,27 Prozent im Minus bei 5.417 Punkten. Analysten sehen im aktuellen Niveau bereits viel Optimismus eingepreist.








