Dogecoin: Richtungsentscheidung naht
Dogecoin steht Mitte Januar an einem heiklen Punkt. Nach einer kräftigen Rally im vergangenen Jahr hat sich der Kurs zuletzt eingependelt, doch die Signale aus Technik, Regulierung und institutioneller Nachfrage laufen auseinander. Genau dieser Mix macht die aktuelle Phase für Anleger so anspruchsvoll.
Seitwärtslauf mit Schwächetendenz
In den vergangenen Tagen bewegt sich Dogecoin überwiegend seitwärts, der Kurs liegt aktuell bei rund 0,14 US‑Dollar. Auf Sicht von sieben Tagen steht ein kleines Minus, im Monatsvergleich immerhin ein Plus im einstelligen Prozentbereich. Gleichzeitig notiert DOGE aber noch deutlich unter dem Hoch der vergangenen 12 Monate, während der Abstand zum jüngsten Jahrestief nur begrenzt Sicherheit bietet.
Technisch zeigt sich ein gemischtes Bild:
- Der Kurs verläuft in der Nähe des 50‑Tage-Durchschnitts,
- der Relative-Stärke-Index (RSI) um 36 signalisiert eher eine schwächere Nachfrage als Überhitzung,
- die hohe Volatilität unterstreicht, wie nervös der Markt aktuell reagiert.
Unterm Strich: Der Markt tastet sich an einen Boden heran, ein klarer Aufwärtstrend ist daraus aber noch nicht abzuleiten.
ETF-Nachfrage bleibt hinter Erwartungen zurück
Ein wichtiger Hoffnungsträger für eine nachhaltige Nachfragewelle waren Spot-ETFs auf Dogecoin, die seit November 2025 laufen. Die Realität fällt bislang ernüchternd aus:
- Seit dem 9. Januar sind die Zuflüsse in große Produkte wie jene von Grayscale und Bitwise praktisch zum Erliegen gekommen.
- Insgesamt summieren sich die Nettozuflüsse seit Start nur auf rund 6,5 Millionen US‑Dollar.
- Das ETF-Volumen entspricht damit lediglich etwa 0,04 % der gesamten Marktkapitalisierung von Dogecoin.
Damit ist klar: Regulierte Anlagevehikel spielen für die Preisbildung von DOGE aktuell kaum eine Rolle. Die erhoffte neue Käufergruppe der Institutionellen hält sich vorerst zurück.
Charttechnik: Spagat zwischen Bären- und Bullen-Szenario
Charttechnisch steht Dogecoin an einer kritischen Marke. Analysten sehen derzeit zwei gegensätzliche Szenarien:
Bärisches Muster im Aufbau
Auf dem Tageschart zeichnet sich ein mögliches „Head-and-Shoulders“-Muster ab. Die sogenannte Nackenlinie entspricht grob dem aktuellen Aufwärtstrend. Ein klarer Bruch dieser Zone würde aus technischer Sicht ein deutlicheres Verkaufssignal liefern. In diesem Fall rückt eine längerfristige Unterstützungszone aus den Jahren 2022/2023 um 0,056 US‑Dollar in den Fokus – ein Rückschlag von rund 60 % gegenüber heutigen Kursen.Aufwärtschance bei Stabilisierung
Hält der aktuelle Unterstützungsbereich dagegen stand und zieht das Momentum wieder an, rückt ein Widerstand um 0,19 US‑Dollar in den Blick. Von heutigen Niveaus entspräche das einem möglichen Anstieg von etwa 30 %. Diese Marke gilt vielen Marktbeobachtern als erste ernstzunehmende Hürde auf dem Weg zu einer Fortsetzung des Aufwärtstrends.
Damit hängt viel an der Frage, ob sich Dogecoin über der aktuellen Unterstützungszone halten kann – und genau hier spielt auch die Anlegerstimmung hinein.
Sentiment und On-Chain-Daten: Zögerliche Marktteilnehmer
Der spezielle Dogecoin Fear & Greed Index steht aktuell bei 47 und signalisiert damit eine neutrale Stimmung. Ein genauer Blick auf die Unterindikatoren zeigt aber, wie gespalten der Markt ist:
- „Fear“-Signale: Volatilität, Handelsvolumen und Social-Media-Aktivität deuten auf Zurückhaltung hin. Viele Trader rechnen offenbar mit unruhigen Kursbewegungen und agieren vorsichtiger.
- „Greed“-Signal: Die Orderbuch-Daten zeigen verstärkte Kaufinteresse auf tieferen Niveaus. Limit-Kaufaufträge könnten im Fall weiterer Rücksetzer eine erste Auffangzone bilden.
- Wal-Aktivität neutral: Große Adressen zeigen weder massiven Verkaufsdruck noch die aggressiven Käufe früherer Haussephasen. Ein Teil des Kapitals wandert laut On-Chain-Daten in jüngere, spekulativere Projekte ab.
Das Ergebnis ist ein fragiles Gleichgewicht: Es fehlt zwar nicht komplett an Nachfrage, aber die kraftvolle Überzeugung früherer Meme-Hypes ist derzeit nicht zu erkennen.
Regulierung und Makrofaktoren verstärken die Unsicherheit
Zusätzlichen Druck bringt der regulatorische und makroökonomische Hintergrund. In den USA sorgt der Rückzug großer Branchenspieler wie Coinbase aus der Unterstützung für den „Digital Asset Market Clarity Act“ für neue Fragezeichen. Die Blockade dieses Gesetzes verschärft die Unsicherheit vor allem im Altcoin-Segment, zu dem auch Dogecoin zählt.
Kurzfristig könnten zudem mehrere Ereignisse für Bewegung sorgen:
- Eine geplante Liquiditätsspritze der US-Notenbank (Federal Reserve) im Umfang von 15–20 Milliarden US‑Dollar,
- anstehende FOMC-Berichte mit möglichen Hinweisen zum weiteren Zins- und Liquiditätskurs,
- sowie politische Signale von der Weltwirtschaftskonferenz in Davos.
Je nachdem, ob die Märkte diese Faktoren als Rücken- oder Gegenwind interpretieren, kann das die Richtung bei riskanten Assets wie Dogecoin rasch verschieben.
Fazit: Entscheidende Unterstützungszone im Fokus
Dogecoin steht derzeit zwischen solider Größe und nachlassender Dynamik. Die Marktkapitalisierung bleibt hoch, doch die ETF-Zuflüsse sind schwach, die Technik sendet Warnsignale, und das regulatorische Umfeld ist angespannt. Kurzfristig dürfte vor allem entscheidend sein, ob die aktuelle Unterstützungszone rund um den jüngsten Kursbereich verteidigt wird. Ein klarer Bruch nach unten würde das bärische Chartmuster bestätigen, während eine Stabilisierung die Tür für einen erneuten Anlauf in Richtung 0,19 US‑Dollar öffnet.
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