Dogecoin startet ins Jahr 2026 ohne klaren Rückenwind. Nach einem schwachen vierten Quartal und enttäuschenden Hoffnungen rund um die neuen Spot-ETFs hängt der Kurs knapp über einer wichtigen Unterstützungszone. Parallel dazu bauen große Adressen ihre Bestände aus, während Kleinanleger eher die Lust verlieren. Reicht das, um die aktuelle Schwächephase zu drehen?

Wichtige Marke im Blick

Dogecoin notiert derzeit bei rund 0,12 US-Dollar und damit deutlich unter dem im Herbst erreichten Jahreshoch. Der Coin liegt damit mehr als 50 % unter dem 52‑Wochen-Hoch, während der Abstand zum jüngsten Tief kaum spürbar ist – der Markt tastet sich faktisch am unteren Rand der Handelsspanne entlang.

Technisch spiegelt das eine anhaltend schwache Tendenz wider: Der Kurs notiert unter dem 50‑Tage-Durchschnitt, der RSI von knapp 36 signalisiert noch keinen extrem überverkauften Zustand, aber eine klare Abkühlung. Zusammengenommen ergibt sich ein Bild aus gedrückter Stimmung und fehlender Dynamik.

Spot-ETFs bleiben hinter Erwartungen zurück

Ein Kerngrund für die aktuelle Ernüchterung ist die Entwicklung der Spot-Dogecoin-ETFs in den USA. Die Produkte sind Ende November 2025 mit hohen Erwartungen gestartet – viele Marktteilnehmer hofften auf ähnliche Kapitalzuflüsse wie bei Bitcoin- oder Ethereum-ETFs in früheren Zyklen.

Diese Hoffnungen haben sich bislang nicht erfüllt:

  • Die meisten Handelstage seit dem Start verzeichneten keine Nettozuflüsse.
  • Das verwaltete Vermögen liegt lediglich bei rund 5,07 Mio. US-Dollar.
  • Ein neuer, institutioneller Nachfrageblock hat sich damit vorerst nicht herausgebildet.

Damit fehlt Dogecoin ein potenziell starker Kurstreiber, auf den vor allem Privatanleger im Spätherbst gesetzt hatten. Die verhaltene Reaktion der Wall Street deutet darauf hin, dass ohne klarere Knappheits- oder Nutzensignale die Bereitschaft zu größeren Engagements begrenzt bleibt.

Negativ wirkt zudem, dass einzelne Unternehmen mit offengelegten DOGE-Beständen Gegenwind bekommen haben. So sollen Firmen wie CleanCore Solutions, die im Oktober 2025 signifikante Dogecoin-Reserven gemeldet hatten, Kursabschläge bei der eigenen Aktie hinnehmen müssen. Das könnte andere börsennotierte Gesellschaften davon abhalten, 2026 ähnliche Treasury-Strategien zu verfolgen.

On-Chain-Daten: Große Adressen sammeln, Retail tritt zurück

Auf der Blockchain zeigen sich interessante Gegensätze zwischen unterschiedlichen Investorengruppen.

  • Whale-Akkumulation: Wallets mit 10 bis 100 Mio. DOGE haben ihre Positionen zwischen Ende Dezember und dem 1. Januar um rund 14 Mio. Coins ausgebaut. Diese Adressen sehen das Niveau um 0,12 US-Dollar offenbar als günstige Einstiegs- oder Aufstockungszone und setzen auf eine spätere Rückkehr zu höheren Kursen.

  • Nachlassende Kleinanleger-Aktivität: Gleichzeitig geht das Handelsvolumen zurück, im 24‑Stunden-Vergleich zuletzt um etwa 28 %. Gerade die kurzfristig orientierte Retail-Spekulation war in der Vergangenheit ein zentraler Motor der Dogecoin-Volatilität – fällt sie aus, fehlt ein Teil der typischen Kursbewegungen nach oben wie nach unten.

  • Stabile Netzaktivität: Die Zahl aktiver Adressen bleibt relativ konstant, die Transaktionsgeschwindigkeit nimmt jedoch ab. Das passt zu einer Konsolidierungsphase, in der weniger spekuliert, aber die Grundnutzung nicht einbricht.

Diese Kombination aus großen Käufen durch finanzstarke Akteure und nachlassender Kleinstanleger-Dynamik schafft ein zweigeteiltes Bild: Unter der Oberfläche fließt Kapital in DOGE, an der Oberfläche wirkt der Markt träge.

Ökosystem: Fokus auf Zahlungsnutzen

Parallel zur schwächeren Kursentwicklung versuchen die Verantwortlichen im Dogecoin-Ökosystem, den Coin stärker über konkrete Anwendungsfälle zu definieren. Am 1. Januar hat die Organisation „House of Doge“ ihre Expansionspläne für 2026 vorgestellt.

Zentrale Bausteine sind:

  • Zahlungslösungen: Neue B2B- und B2C-Payment-Gateways sollen Händlern den DOGE-Einsatz erleichtern und damit den Alltagseinsatz der Coin erhöhen.
  • Rewards-Debitkarte: Geplant ist eine DOGE-gestützte Bonuskarte, die perspektivisch bei mehr als 150 Mio. Akzeptanzstellen genutzt werden können soll.

Ziel dieser Initiativen ist es, Dogecoin stärker von reiner Spekulation zu lösen und als Transaktionswährung zu etablieren. An der Börse fällt die Reaktion bislang jedoch verhalten aus. Marktteilnehmer warten offenbar darauf, ob und wann diese Pläne sichtbar umgesetzt werden und tatsächlich zusätzliche Nachfrage erzeugen.

Regulierung und Makro-Umfeld

Das übergeordnete Umfeld für Kryptowährungen bleibt zum Jahresanfang 2026 vorsichtig. Die anfängliche Erzählung, dass die neuen Spot-ETFs automatisch einen starken Mittelzufluss in DOGE auslösen würden, hat sich nicht materialisiert. Stattdessen rückt die Regulierung zunehmend operative Fragen rund um Meme-Coins in den Fokus, etwa Stabilität der Infrastruktur oder Governance-Strukturen.

Hinzu kommen makroökonomische Faktoren: Auch wenn Hoffnungen auf geldpolitische Lockerungen im Jahresverlauf bestehen, fließt Liquidität bislang eher in große, etablierte Krypto-Assets wie Bitcoin. Risikoaffinere Titel wie Dogecoin bekommen davon nur einen begrenzten Anteil ab.

Fazit: Kritische Unterstützungszone

Dogecoin startet 2026 in einer klaren Bewährungsphase. Die Zone um 0,12 US-Dollar fungiert als zentrale Unterstützung, während im Bereich um 0,15 US-Dollar ein erster relevanter Widerstand verläuft. Das Ausbleiben von ETF-Zuflüssen ist kurzfristig ein Belastungsfaktor, dem jedoch eine gezielte Akkumulation durch große Adressen und konkrete Nutzungsinitiativen wie die House-of-Doge-Roadmap gegenüberstehen. Wie sich das Zusammenspiel dieser Faktoren in den kommenden Wochen auswirkt, dürfte maßgeblich bestimmen, ob DOGE im ersten Quartal eher seitwärts verharrt oder eine spürbare Gegenbewegung einleitet.

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