Während das Management die Zukunft kauft, ergreifen die Aktionäre die Flucht. Trotz – oder gerade wegen – der aggressiven Expansionsstrategie und der Übernahme von PlanA.earth hat die Diginex Aktie allein seit Jahresbeginn über 50 Prozent an Wert verloren. Doch was treibt die Anleger aus dem Papier, obwohl mit Visa und der Deutschen Bank prominente neue Großaktionäre an Bord sind?

Massive Verwässerung statt Kurstreiber

Der Blick auf den Chart offenbart ein Desaster: Vom 52-Wochen-Hoch im Oktober 2025 bei knapp 40 US-Dollar ist der Kurs auf 2,12 US-Dollar (Schlusskurs vom Freitag) abgestürzt. Allein in der vergangenen Woche verlor der Titel massiv an Boden.

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Verantwortlich für den jüngsten Ausverkauf ist die Art der Finanzierung der Expansion. Für die Übernahme des ESG-Spezialisten PlanA.earth zahlte Diginex zwar nur 3 Millionen Euro in bar, gab aber 6,72 Millionen neue Aktien aus. Das Gesamtvolumen des Deals beläuft sich auf rund 55 Millionen Euro. Für Altaktionäre bedeutet dies eine drastische Verwässerung ihrer Anteile, was den Kursrutsch fundamental erklärt.

Strategie überzeugt den Markt nicht

Dabei klingt die industrielle Logik durchaus plausibel. Durch die Integration von Plan A und der zuvor akquirierten "The Remedy Project Limited" positioniert sich Diginex als umfassender Anbieter im rasant wachsenden Markt für ESG-Software. Das Unternehmen deckt nun alles ab – vom CO2-Tracking bis zum regulatorischen Reporting für Großkunden wie BMW oder Coca-Cola.

Doch der Markt ignoriert das langfristige Marktpotenzial von geschätzten 100 Milliarden US-Dollar bis 2030. Stattdessen dominiert die Angst vor der finanziellen Überdehnung. Das extrem hohe Handelsvolumen der letzten Tage – am 15. Januar wurden 4,2 Millionen Aktien gehandelt – signalisiert, dass viele Investoren das Vertrauen in die Kapitalallokation des Managements verloren haben.

Unsicherheit über weitere Finanzierung

Die Talfahrt könnte sich fortsetzen, da die Einkaufstour noch nicht beendet ist. Diginex verhandelt aktuell über Fremdfinanzierungsmittel für die geplante Übernahme von Resulticks Global Companies. Das Unternehmen musste bereits einräumen, dass es keine Garantie für das Zustandekommen dieser Finanzierung gibt. Solange die Unsicherheit über die Kapitalausstattung und weitere mögliche Verwässerungseffekte besteht, dürfte eine nachhaltige Bodenbildung bei der Aktie kaum möglich sein.

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