Die Diginex-Aktie verlor am Dienstag und Mittwochmorgen rund 11 % an Wert und fiel auf 4,05 USD zurück. Nach einer spekulativen Rally zum Jahresauftakt dominieren nun Gewinnmitnahmen – die technische Schwäche offenbart zugleich die fundamentalen Unsicherheiten rund um die stockende M&A-Strategie des Blockchain-Unternehmens.

Gewinnmitnahmen nach volatiler Rally

Noch am Montag hatte die Aktie im vorbörslichen US-Handel zeitweise über 20 % zugelegt und Spitzenwerte nahe 6,00 USD erreicht. Dieser Anstieg war von Spekulationen über die geplanten Übernahmen getrieben – doch eine fundamentale Bestätigung durch konkrete Ad-hoc-Meldungen blieb aus. Die fehlende Substanz zeigt sich nun: Das Handelsvolumen beim aktuellen Rücksetzer fiel deutlich geringer aus, Kaufinteresse auf dem Niveau von 4,00 USD ist kaum vorhanden.

Charttechnisch bewegt sich Diginex damit wieder deutlich unter den gleitenden Durchschnitten der letzten 50 und 200 Tage (beide bei circa 11 USD). Der übergeordnete Abwärtstrend ist intakt.

M&A-Strategie in der Schwebe

Die fundamentale Gemengelage bleibt angespannt. Zwar meldete Diginex im Dezember ein Umsatzwachstum von 293 % auf 2,0 Mio. USD im ersten Halbjahr des Geschäftsjahres 2025 – dem stehen jedoch operative Verluste von 6,0 Mio. USD gegenüber.

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Kritische Faktoren:

  • Übernahmen pausiert: Die geplanten Deals mit "Findings" und "Kindred" wurden vorerst gestoppt
  • Resulticks-Transaktion: Der Fokus liegt nun auf dieser Übernahme – deren Abschluss jedoch an eine schuldenbasierte Finanzierung gekoppelt ist
  • Finanzierungsrisiko: Diese "Alles-oder-Nichts"-Konstellation sorgt für Nervosität unter Anlegern

Institutionelle Investoren wie die UBS bauten ihre Positionen im dritten Quartal zwar aus, was als langfristiger Vertrauensbeweis interpretiert werden kann. Kurzfristig kompensiert dies den Verkaufsdruck allerdings nicht.

Entscheidende Marken und nächste Impulse

Die Unterstützung bei 3,85 USD rückt nun in den Fokus. Ein Bruch dieser Marke würde den Weg zu den Jahrestiefstständen öffnen. Als Small-Cap-Titel reagiert Diginex überproportional stark auf Stimmungsschwankungen – der Markt preist das Ausführungsrisiko der Resulticks-Transaktion derzeit höher ein als das reine Umsatzwachstum.

Zwei konkrete Katalysatoren könnten die Situation klären: Erstens ein Update zur Finanzierung der Resulticks-Übernahme, das laut Unternehmensangaben innerhalb der 30-Tages-Frist seit dem Dezember-Update erwartet wird. Zweitens Signale, dass die Cash-Burn-Rate trotz der Expansionspläne kontrollierbar bleibt. Ohne den Nachweis eines funktionierenden Weges zur Profitabilität dürfte die Volatilität hoch bleiben.

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