Diginex Aktie: Außergewöhnliche Entwicklung
Diginex setzt seine Übernahmeserie fort und schließt den Kauf der Berliner CO₂-KI-Plattform Plan A ab. Der Deal stärkt das Angebot im Bereich ESG- und Nachhaltigkeitssoftware und hat der Aktie zuletzt Rückenwind gegeben. Entscheidend wird nun, ob das Unternehmen die ambitionierte M&A-Strategie in konkretes Wachstum und bessere Margen umsetzen kann.
Die wichtigsten Punkte im Überblick:
- Kaufpreis für Plan A rund 55 Millionen Euro
- Finanzierung überwiegend über neue Diginex-Aktien
- Visa und Deutsche Bank werden Aktionäre von Diginex
- Vier Übernahmen seit August 2025
- Umsatzwachstum zuletzt +293 %, operativer Verlust jedoch ausgeweitet
Plan A-Übernahme im Detail
Der Kaufpreis für Plan A beträgt rund 55 Millionen Euro. Diginex zahlt 3 Millionen Euro in bar und finanziert den Großteil über die Ausgabe von 6.720.317 neuen Aktien im Gegenwert von etwa 52 Millionen Euro. Damit wird die Transaktion klar aktienbasiert gestemmt.
Mit Plan A übernimmt Diginex eine SaaS-Plattform, die Unternehmen bei der CO₂-Datenerfassung, der Bilanzierung des CO₂-Fußabdrucks und bei Dekarbonisierungsplänen unterstützt. Die Software ist unter anderem an das Greenhouse Gas Protocol und die Science Based Targets initiative (SBTi) angebunden und wird von Kunden wie BMW und Trivago genutzt.
Durch die Struktur des Deals rücken zudem neue prominente Namen in den Aktionärskreis: Unter anderem Visa und die Deutsche Bank beteiligen sich im Zuge der Transaktion an Diginex. Die Übernahme folgt auf eine im Dezember 2025 kommunizierte unverbindliche Vereinbarung und wurde vom Markt positiv aufgenommen; im Vorfeld war von einem deutlichen Kurssprung der Aktie berichtet worden.
M&A-Strategie und Marktpositionierung
Der Zukauf von Plan A ist Teil einer breiter angelegten Expansionsstrategie. Seit August 2025 hat Diginex insgesamt vier Akquisitionen umgesetzt. Zuletzt wurde am 8. Januar 2026 der Abschluss der Übernahme von „The Remedy Project“, einem Anbieter für menschenrechtliche Due-Diligence in Lieferketten, gemeldet.
Diginex will die eigenen ESG-Reporting-Fähigkeiten, die 19 globale Rahmenwerke abdecken, mit der KI-basierten Technologie von Plan A verzahnen. Entstehen soll eine integrierte End-to-End-Lösung, die ESG-Reporting, CO₂-Bilanzierung, Dekarbonisierung und Lieferketten-Compliance aus einer Hand abbildet.
Das Management bezeichnet die Plan-A-Transaktion als „entscheidenden Meilenstein“ und spricht von einer „einzigen, hochentwickelten Lösung“, die fragmentierte Daten in messbare Klimaauswirkungen übersetzen soll. Damit zielt Diginex auf einen Markt, der laut Branchenstudien in den kommenden fünf Jahren jährlich um 20 bis 25 Prozent wachsen könnte.
Integration, Synergien und Finanzprofil
Im Fokus steht nun die Integration von Plan A in die bestehende Plattform. Aus Investorensicht ist zentral, wie schnell Diginex Synergien heben und Cross-Selling-Potenziale bei Kunden wie HSBC und Coca-Cola ausschöpfen kann. Zudem soll die starke europäische Präsenz von Plan A genutzt werden, um die Expansion in Asien und Nordamerika zu beschleunigen.
Die Wachstumsstrategie spiegelt sich bereits in den Zahlen wider: Im zuletzt veröffentlichten Halbjahresbericht vom 9. Dezember 2025 meldete Diginex ein Umsatzwachstum von 293 Prozent. Gleichzeitig stieg jedoch der operative Verlust, was das Unternehmen auf die intensiven M&A-Aktivitäten zurückführt.
Für die weitere Kursentwicklung der Aktie werden die nächsten Finanzberichte eine wichtige Rolle spielen. Konkrete Termine für neue Quartalszahlen wurden bisher nicht genannt, sodass der Markt vorerst vor allem die Fortschritte bei Integration und Umsetzung der eigenen Plattformstrategie bewerten wird.
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