Die frühere Diginex, zuletzt unter dem Namen EQONEX geführt, steckt weiter in einem komplexen Abwicklungsprozess. Ein operatives Geschäft, das sich klassisch bewerten ließe, existiert faktisch nicht mehr. Für Aktionäre und Gläubiger zählt damit nur noch, wie die gerichtliche Verwaltung und Liquidation konkret ausgestaltet wird und welche Entscheidungen die zuständigen Stellen treffen.

Fokus auf das Gerichtsverfahren

Im Mittelpunkt steht das gerichtlich verwaltete Verfahren, das maßgeblich über den weiteren Verlauf der Abwicklung entscheidet. Für Anteilseigner und Gläubiger sind vor allem folgende Punkte relevant:

  • Offizielle Mitteilungen der bestellten Insolvenzverwalter oder Liquidatoren
  • Informationen zum Stand der Verwertung von Vermögenswerten
  • Formelle Bekanntmachungen zu Zwischenschritten im Abwicklungsprozess

Nur solche Meldungen können die Einschätzung der Restwerte beeinflussen. Bleiben neue Informationen aus, verändert sich der Status der Vermögenswerte nicht, und die Situation bleibt für Investierte im Wesentlichen unverändert.

Kein normaler Börsenalltag

Reguläre Unternehmensereignisse wie Quartalsberichte, Ausblicke oder Hauptversammlungen sind angesichts der laufenden Abwicklung nicht mehr vorgesehen. Der Handel der Aktie an wichtigen Börsenplätzen, darunter die Nasdaq, wurde bereits 2022 ausgesetzt. Die Kursbildung über den regulären Marktmechanismus ist damit zum Erliegen gekommen.

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Die Entwicklung reiht sich ein in eine Phase erheblicher Verwerfungen im Sektor für digitale Vermögenswerte, in der in den vergangenen Jahren zahlreiche Anbieter vom Markt verschwunden sind – oft über Restrukturierungen, Geschäftsaufgaben oder Insolvenzen.

Rechtlicher Rahmen in Singapur und Hongkong

Ende 2022 leitete die Gesellschaft zentrale rechtliche Schritte zur Abwicklung ein:

  • Antrag auf ein gerichtliches Verwaltungsverfahren in Singapur
  • Einleitung einer freiwilligen Liquidation für Gesellschaftseinheiten in Hongkong

Diese Struktur bestimmt seither den Rahmen, in dem Vermögenswerte gesichert, bewertet und verwertet werden. Mitte 2025 befasste sich ein Gericht in Singapur speziell mit der Behandlung von Kryptowährungen von Kunden im Rahmen der Liquidation. Die Auslegung, wie solche Kundengelder rechtlich zu behandeln sind, ist für die Verteilung der verbleibenden Vermögenswerte von zentraler Bedeutung.

Fazit: Rein prozedurale Phase

EQONEX befindet sich in einer fortgeschrittenen Phase der Abwicklung, in der ausschließlich rechtliche und prozedurale Fragen ausschlaggebend sind. Ohne neue Entscheidungen oder Mitteilungen der Gerichte und Verwalter ist nicht mit einer inhaltlichen Veränderung der Lage zu rechnen. Für die verbliebenen Stakeholder hängt der weitere Verlauf damit direkt an den Fortschritten im Verwaltungs- und Liquidationsverfahren in Singapur und Hongkong.

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