DAX: Die 24.000er-Marke bröckelt!

Der deutsche Leitindex steht vor einer entscheidenden Woche. Nach dem jüngsten Rückfall unter die psychologisch wichtige 24.000-Punkte-Schwelle am Freitag droht dem DAX die Kraft auszugehen. Können die Bullen das Ruder noch herumreißen?
Die Zahlen sprechen eine deutliche Sprache: Mit 23.949 Punkten zum Handelsschluss am Freitag rutschte der Index erstmals seit Wochen unter die runde Marke. Das ist ein herber Rückschlag für alle, die auf eine Fortsetzung der Rekordjagd gesetzt hatten. Vom Allzeithoch bei 24.639 Punkten aus dem Juli ist der DAX mittlerweile ein ordentliches Stück entfernt.
Widersprüchliche Signale aus den USA
Während der S&P 500 munter neue Höchststände erobert, scheint diese Euphorie nicht auf den deutschen Markt überzuspringen. "Die Euphorie der Wallstreet kommt aktuell nicht beim DAX an", bringt es Portfoliomanager Thomas Altmann von QC Partners auf den Punkt. Ein Phänomen, das nachdenklich stimmt.
Besonders pikant: Der DAX kämpft aktuell um seine wichtige 50-Tage-Linie - ein technischer Indikator, der bei vielen Anlegern als Stimmungsbarometer gilt. Fällt der Index nachhaltig darunter, könnte das weitere Verkäufe auslösen.
Inflationsdaten sorgen für gemischte Gefühle
Die jüngsten Preisdaten aus Deutschland zeigten einen überraschenden Anstieg. Der Harmonisierte Verbraucherpreisindex kletterte im August auf 2,1 Prozent - mehr als die erwarteten 2,0 Prozent. Für die Märkte ein zweischneidiges Schwert: Höhere Inflation könnte die EZB zu einer restriktiveren Geldpolitik veranlassen.
Aus den USA kommen hingegen stabilere Signale. Der von der Fed bevorzugte PCE-Index verharrte bei 2,6 Prozent und ebnet damit den Weg für Zinssenkungen im September.
Politische Risiken lasten schwer
Doch nicht nur die Konjunkturdaten bereiten Kopfzerbrechen. Die Auseinandersetzung zwischen US-Präsident Trump und der Notenbank Fed eskaliert zusehends. Die Entlassung der Gouverneurin Lisa Cook könnte das Vertrauen in die institutionelle Unabhängigkeit der Fed erschüttern.
Noch näher rückt die Krise in Frankreich. Premierminister François Bayrou steht vor der Vertrauensfrage am 8. September - und seine Regierung hat keine Mehrheit im Parlament. Ein Sturz würde nicht nur Frankreich, sondern ganz Europa erschüttern.
Was bringt die neue Woche?
Die kommenden Tage werden zeigen, ob der DAX seine Schwäche überwinden kann. Kapitalmarktstratege Jürgen Molnar vom Handelshaus Robomarkets sieht bei 23.500 Punkten die nächste wichtige Unterstützung. Dort könnte sich entscheiden, ob aus der aktuellen Konsolidierung ein echter Abwärtstrend wird.
Trotz der jüngsten Rückschläge steht das Jahr 2024 noch immer mit einem Plus von über 20 Prozent zu Buche - ein Wert, der die meisten anderen Indizes deutlich übertrifft. Die Frage bleibt nur: Wie lange noch?
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