D-Wave rückt mit einer neuen Verteidigungspartnerschaft und mehreren größeren Verträgen in den Fokus. Auf der „Qubits 2026“-Konferenz präsentierte das Unternehmen konkrete Leistungsdaten seines „Stride“-Solvers für Raketenabwehr-Szenarien. Parallel meldete D-Wave einen Hardware-Verkauf, einen größeren Enterprise-Vertrag und einen geplanten Umzug der Zentrale – genug Stoff, um die jüngste Kursbewegung einzuordnen.

Verteidigungspartnerschaft und Leistungsdaten

Ein wesentlicher Treiber der aktuellen Stimmung ist eine Kooperation mit Davidson Technologies und Anduril Industries. Im Mittelpunkt steht der Einsatz von D-Waves Quanten-Annealing-Technologie für die US-Raketenabwehr.

In einer präsentierten Proof-of-Concept-Simulation mit dem hybriden „Stride“-Solver zeigte D-Wave laut eigenen Angaben:

  • Mindestens 10-fach kürzere Lösungszeit im Vergleich zu rein klassischen Solvern
  • Szenario mit 500 anfliegenden Raketen:
  • 45 bis 60 zusätzliche Abfangtreffer
  • Das entspricht einer Verbesserung der Bedrohungsabwehr um 9–12 %

Diese messbaren Kennzahlen liefern einen selten konkreten Nachweis für den potenziellen Nutzen von Annealing-Quantencomputing in sicherheitskritischen Anwendungen.

Kommerzielle Deals und Standortverlagerung

Abseits des Verteidigungsbereichs meldete D-Wave zwei wesentliche kommerzielle Vereinbarungen, die die Umsatzbasis verbreitern.

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  • Systemverkauf:
    D-Wave schließt mit der Florida Atlantic University (FAU) einen Vertrag über 20 Millionen US-Dollar zur Installation eines Advantage2-Annealing-Quantencomputers. Der Deal gilt als wichtiger Schritt für On-Premise-Quantenhardware in einer Hochschulumgebung.

  • Enterprise-QCaaS-Vertrag:
    Zusätzlich sichert sich das Unternehmen einen zweijährigen Quantum-Computing-as-a-Service-Vertrag im Volumen von 10 Millionen US-Dollar mit einem nicht genannten Fortune-100-Unternehmen.

Im Zuge der FAU-Vereinbarung kündigte D-Wave an, seinen Hauptsitz von Palo Alto (Kalifornien) nach Boca Raton (Florida) zu verlagern. Der Umzug soll bis Ende 2026 abgeschlossen sein und umfasst den Aufbau eines größeren US-Forschungsstandorts auf dem Boca Raton Innovation Campus.

Kursreaktion und Nutzungswachstum

Die Aktie von D-Wave Quantum (Ticker: QBTS) reagierte auf die Nachrichten mit deutlichen Aufschlägen. Im vorbörslichen Handel legte der Titel um mehr als 7 % zu und erreichte etwa 24,91 US-Dollar. Im Tagesverlauf am 27. Januar hielt sich die Aktie in der Nähe von 24,69 US-Dollar, zeitweise wurden bis zu 24,98 US-Dollar bezahlt.

Operativ meldet D-Wave ebenfalls eine kräftige Dynamik in der Nutzung seiner Systeme. Die Inanspruchnahme des Advantage2-Systems sei im Jahresvergleich um 314 % gestiegen. Zudem bekräftigte das Unternehmen seinen Fahrplan, wonach das erste Gate-Model-System gegen Ende 2026 auf den Markt kommen soll.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Systemverkauf: 20-Millionen-Dollar-Vertrag mit der Florida Atlantic University für ein Advantage2-System
  • Verteidigungsdaten: Simulation mit 500 Bedrohungen zeigt 45–60 zusätzliche Abfangtreffer (9–12 % Verbesserung)
  • Enterprise-Deal: Zweijähriger QCaaS-Vertrag über 10 Millionen Dollar mit einem Fortune-100-Unternehmen
  • Standortwechsel: Verlegung des Hauptsitzes nach Boca Raton, Florida, bis Ende 2026
  • Aktie: Kursanstieg um mehr als 7 % im Umfeld der Nachrichten, Intraday-Hoch bei 24,98 US-Dollar

Diese Kombination aus nachprüfbaren Leistungsdaten, neuen Verträgen und einem klar kommunizierten Technologie-Fahrplan untermauert D-Waves aktuellen Auftritt am Markt und setzt für 2026 erkennbare operative und technologische Meilensteine.

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