Cummins Aktie: Zwei Geschichten, eine Aktie

Während die einen auf grüne Technologie für den Bergbau setzen, treibt die andere das Geschäft mit der KI-Revolution voran. Bei Cummins prallen gerade zwei Welten aufeinander – und die Anleger fragen sich: Welche Geschichte wird den Kurs künftig bestimmen?
KI-Boom treibt Quartalszahlen
Trotz eines leichten Umsatzrückgangs von 1,7 Prozent auf 8,64 Milliarden Dollar glänzte der Motoren- und Energietechniker im zweiten Quartal mit überraschend starken Gewinnen. Der Nettogewinn sprang um 23 Prozent auf 890 Millionen Dollar, der Gewinn je Aktie stieg auf 6,43 Dollar und übertraf damit die Erwartungen der Analysten.
Treiber dieser erstaunlichen Profitabilität war eindeutig der Power-Systems-Bereich, dessen Umsatz um 19 Prozent explodierte. Der Grund: Cummins versorgt die boomenden Rechenzentren der KI-Industrie mit zuverlässigen Stromversorgungssystemen. Während die klassischen Truck-Geschäfte in Nordamerika und international schwächeln, positioniert sich das Unternehmen so als unverzichtbarer Infrastrukturpartner für die künstliche Intelligenz.
Grüne Ambitionen mit ungewissem Ausgang
Parallel zum KI-Geschäft verfolgt Cummins ambitionierte Klimaziele. Gemeinsam mit Vale und Komatsu startete das Unternehmen eine Initiative zur Umrüstung von Großmuldenkippern im Bergbau auf Ethanol-Diesel-Dual-Fuel-Antriebe. In Indiana wurden neue Teststände für den kohlestoffarmen Kraftstoff in Betrieb genommen.
Ab 2026 sollen die umgerüsteten Fahrzeuge im Praxiseinsatz bis zu 70 Prozent weniger Treibhausgase ausstoßen und bis zu 70 Prozent Ethanol verwenden. Doch der Markt reagierte verhalten auf diese Nachricht – die Aktie gab am Freitag leicht nach.
Dividende steigt, Ausblick fehlt
Trotz der Unsicherheiten belohnte Cummins seine Aktionäre mit einer Dividendenerhöhung von 1,82 auf 2,00 Dollar je Aktie. Dies marks das 16. Jahr in Folge mit steigenden Ausschüttungen – ein klares Signal der Stärke.
Dennoch bleibt die Führung vorsichtig: Auf eine vollständige Jahresprognose für Umsatz und Profitabilität verzichtete das Unternehmen angesichts anhaltender wirtschaftlicher und regulatorischer Unsicherheiten. Besonders im nordamerikanischen Truck-Markt erwartet Cummins für das dritte Quartal einen deutlichen Absatzrückgang von 25 bis 30 Prozent.
Steht Cummins vor der Wende vom traditionellen Motorenbauer zum KI-Infrastrukturanbieter? Die nächsten Quartale werden zeigen, welche Geschichte sich durchsetzt.
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