Während der US-Internetprovider Cogent Communications Aktionäre mit Rekorddividenden und Aktienrückkäufen umwirbt, offenbart die jüngste Bilanz tiefe Risse im Geschäftsmodell. Können die Kapitalmaßnahmen darüber hinwegtäuschen, dass das Kerngeschäft schrumpft und die Verluste explodieren?

Ernüchternde Quartalszahlen schocken Anleger

Das zweite Quartal 2025 entwickelte sich zum Albtraum für den Telekommunikationsanbieter. Statt der erwarteten 93 Cent Verlust pro Aktie riss die Bilanzlücke auf 1,21 US-Dollar auf - ein dramatischer Anstieg von 78 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Parallel dazu brach der Umsatz um 5,4 Prozent ein und verfehlte mit 246 Millionen Dollar klar die Erwartungen.

Doch nicht alle Geschäftsfelder schwächeln: Das Wavelength-Segment legte um satte 150 Prozent zu, und auch das IPv4-Leasinggeschäft wuchs um 40 Prozent. Diese Lichtblicke konnten jedoch die enttäuschende Gesamtperformance nicht kompensieren. Immerhin: Das bereinigte EBITDA zeigte sich robust und stieg um 79 Prozent auf 73,5 Millionen Dollar.

Dividendenrekord trotz Schuldenberg

Inmitten der finanziellen Turbulenzen setzt Cogent auf ein klassisches Vertrauenssignal: Die Dividende wird zum 52. Mal in Folge erhöht und liegt nun bei 1,015 Dollar pro Aktie. Gleichzeitig genehmigte der Vorstand ein neues Aktienrückkaufprogramm über 100 Millionen Dollar, was fast fünf Prozent der ausstehenden Aktien entspricht.

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Diese Großzügigkeit hat jedoch ihren Preis: Seit der Übernahme von Sprint-Assets im Jahr 2023 hat sich die Schuldenlast verdoppelt. Analysten bewerten das Niveau mittlerweile als "unangenehm hoch" - eine gefährliche Hypothek in Zeiten steigender Zinsen.

Analysten zwiegespalten - Insider verkaufen

Die Expertenmeinungen könnten unterschiedlicher kaum sein. Während Wells Fargo am 18. August überraschend auf "Overweight" hochstufte und ein Kursziel von 45 Dollar ausrief, drehten andere Großbanken die Daumenschrauben an:

  • Citigroup downgradete am 12. August auf "Neutral"
  • Goldman Sachs und UBS senkten ihre Kursziele
  • RBC blieb bei "Sector Perform", korrigierte aber nach unten

Noch brisanter: Insider nutzten die jüngste Erholung für Verkäufe. Ein Director verkaufte 2.000 Aktien, während der CEO sogar 1,8 Millionen Anteile abstieß - ein Rückgang seines Bestands um 55 Prozent. Solche Signale wiegen in unsicheren Zeiten besonders schwer.

Die Aktie notiert nach einem Verlust von fast 50 Prozent binnen Jahresfrist deutlich unter ihren wichtigen Gleitenden Durchschnitten. Der Abstand zum 200-Tage-Durchschnitt beträgt alarmierende 37 Prozent. Die zentrale Frage bleibt: Reichen Dividendenschmeicheleien und Aktienrückkäufe aus, um Anleger zu überzeugen, wenn das Kerngeschäft schrumpft und die Schulden lasten?

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