Cardano häuft in diesem März mehr technische Meilensteine an als in manchem ganzen Vorjahr. Ein Hard Fork, ein neuer Privacy-Sidechain-Start und ein echter Retail-Durchbruch in der Schweiz — und trotzdem notiert ADA deutlich im Minus. Der Widerspruch zwischen Nachrichtenlage und Kursentwicklung ist kaum zu übersehen.

Drei Entwicklungen auf einmal

Das „Van Rossem"-Upgrade bringt Cardano auf Protokollversion 11 und zielt auf bessere Plutus-Smart-Contract-Performance sowie neue kryptografische Funktionen. Die Entwickler beschreiben es als wenig disruptiven Schritt, der aber hochfrequente Anwendungsfälle mit minimaler Latenz ermöglichen soll.

Noch relevanter dürfte der bevorstehende Mainnet-Start von Midnight sein. Die datenschutzorientierte Sidechain soll in der letzten Märzwoche live gehen. Ihr technisches Herzstück ist eine Zero-Knowledge Virtual Machine, die es Nutzern erlaubt, Identitäten oder Berechtigungen zu belegen, ohne die zugrundeliegenden Daten offenzulegen. Das Lace-Wallet unterstützt den Launch bereits und hat parallel die LaceID-Identitätsfunktion weiterentwickelt.

Greifbarer als beide Protokollupdates ist ein Zahlungs-Pilotprojekt in der Schweiz: Die Cardano Foundation hat ADA als Zahlungsmittel in 137 SPAR-Filialen integriert. Transaktionen laufen direkt über native ADA-Wallets, ohne Zwischenhändler oder Custodial-Dienste. Für Händler sind die Gebühren rund zwei Drittel niedriger als bei klassischen Kartennetzwerken — ein wirtschaftlicher Anreiz, der eine Ausweitung über die aktuellen Standorte hinaus begünstigen könnte.

Institutionelles Interesse wächst

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Grayscale hat die ADA-Gewichtung in seinem Smart Contract Platform Fund erhöht. Im Februar startete die CME Group ADA-Futures, und Spot-ETFs auf ADA liegen der SEC zur Genehmigung vor. Ebenfalls im Februar führte Cardano mit USDCx einen Stablecoin ein, der direkt durch USDC-Reserven von Circle besichert ist. Wanchain hat über Cross-Chain-Brücken inzwischen 130 Millionen Dollar Transfervolumen zwischen Cardano und anderen Netzwerken abgewickelt, mit Nettomittelzuflüssen von über 80 Millionen Dollar.

Auf der regulatorischen Seite hat Cardano-Gründer Charles Hoskinson den vorgeschlagenen CLARITY Act scharf kritisiert. Das Gesetz würde neue digitale Assets standardmäßig als Wertpapiere klassifizieren und damit unter SEC-Aufsicht stellen — was US-Krypto-Startups laut Hoskinson von Beginn an mit erheblichen Rechtsrisiken belasten würde. Der Gesetzentwurf hat das Repräsentantenhaus passiert, steckt aber im Senat fest.

Kurs bleibt unter Druck

All das hat den Kurs bislang nicht bewegt. ADA notiert aktuell bei rund 0,27 USD und damit seit Jahresbeginn etwa 23 Prozent im Minus — weit unterhalb des 200-Tage-Durchschnitts. Großinvestoren haben zuletzt Positionen im Wert von über 63 Millionen Dollar abgebaut, während Grayscale auf der Gegenseite akkumuliert.

Der nächste konkrete Prüfstein ist der Midnight-Mainnet-Start Ende März. Ob er die erste echte Kursreaktion auf die dichte Nachrichtenlage auslöst, wird zeigen, wie viel der technische Fortschritt im aktuellen Marktumfeld tatsächlich wiegt. Für 2026 steht zudem das Ouroboros-Leios-Upgrade auf der Roadmap — ein tiefgreifender Umbau des Konsensmechanismus, der den Netzwerkdurchsatz deutlich steigern soll.

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