Brown-Forman Aktie: Gesundes Wachstum!

Der Spirituosen-Riese Brown-Forman lieferte zum Quartalsauftakt durchwachsene Zahlen – und die Aktie feiert trotzdem. Während der Umsatz schrumpfte und die Gewinne einbrachen, kletterte der Kurs spürbar. Der Grund: Das Management hält unbeirrt an seiner Jahresprognose fest und setzt auf einen radikalen Sparkurs. Steht der Hersteller von Jack Daniel's vor der Wende?
Gemischte Signale im Zahlenwerk
Die Bilanz für das erste Quartal des Geschäftsjahrs 2026 zeigt ein gespaltenes Bild. Der Nettoumsatz brach um 3 Prozent ein, bereinigt um Währungseffekte gab es immerhin ein minimales Plus von 1 Prozent. Noch deutlicher fiel der Gewinnrückgang aus: Der Gewinn je Aktie sackte um 13 Prozent ab und verfehlte leicht die Erwartungen der Analysten.
Doch hinter den Gesamtzahlen verbergen sich starke regionale Unterschiede. Während die etablierten Märkte in den USA und Europa schwächeln, boomen die Schwellenländer mit einem organischen Umsatzplus von 25 Prozent. Auch der Travel-Retail-Bereich und die Fertiggetränke-Sparte (RTD) legten kräftig zu.
Radikaler Sparkurs als Rettungsanker
Was die Anleger offenbar optimistisch stimmt, ist der entschlossene Sparkurs des Konzerns. Bereits im Januar angekündigt, soll die umfassende Restrukturierung jährlich bis zu 80 Millionen Dollar einsparen. Der Preis dafür ist hoch: 12 Prozent der globalen Belegschaft werden abgebaut, eine eigene Küferei in Louisville schließt ihre Tore.
Die bereits angefallenen Kosten von 60 Millionen Dollar belasten die aktuellen Zahlen zwar spürbar, doch das Management signalisiert damit Entschlossenheit. Die bekräftigte Jahresprognose trotz des holprigen Starts wirkt wie ein Versprechen, dass die Maßnahmen greifen werden.
Kann die Erholung anhalten?
Die große Frage ist nun, ob der aktuelle Kursanstieg nachhaltig ist. Die Aktie notiert trotz des jüngsten Zugewinns noch immer rund 44 Prozent unter ihrem Jahreshoch und hat seit Jahresbeginn fast ein Drittel an Wert verloren. Die Bewertung erscheint mit einem KGV von 16,8 zwar moderat im Branchenvergleich, doch die Herausforderungen bleiben enorm.
Neben den Restrukturierungskosten lastet auch ein Handelsstreit mit Kanada auf den Zahlen – die Lieferungen dorthin brachen um 62 Prozent ein. Ob die Wachstumsmotoren in den Schwellenländern und bei den Fertiggetränken diese Belastungen dauerhaft ausgleichen können, wird sich in den kommenden Quartalen zeigen.
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