Ein Paukenschlag erschüttert Bougainville Copper: Die Regierung von Bougainville hat hinter verschlossenen Türen ein "Memorandum of Understanding" mit dem indischen Industriekonzern Lloyds Metals and Energy Limited unterzeichnet – ohne BOC zu informieren. Das Ziel: Entwicklung von Bergbauprojekten in der Region, explizit auch das Panguna-Projekt. Für die Aktionäre ist das ein Alptraum-Szenario, denn genau auf dieses Asset setzte die gesamte Börsenfantasie.

Das Management erfuhr erst im Nachhinein von diesem Deal. Besonders brisant: Die ABG hatte BOC zuvor schriftlich ihre Unterstützung für den eigenen Partnersuchprozess zugesichert und sitzt sogar im Board des Unternehmens. Der Alleingang mit Lloyds Metals wirkt wie ein kalkulierter Frontalangriff.

Frontalangriff auf die Schürfrechte

Die Faktenlage ist eindeutig und dramatisch zugleich:

  • Vertrauensbruch: Die ABG agierte völlig ohne Einbindung von BOC und bevorzugt nun einen indischen Konkurrenten für das Kernprojekt
  • Kursreaktion: Die Aktie kollabierte um rund 50 Prozent – in Deutschland auf 0,35 Euro (Freitag), in Australien auf 0,60 AUD
  • Unsicherheit: BOC warnt offen, dass das MOU mit Lloyds Metals die Chancen auf einen eigenen strategischen Partner massiv gefährdet

Noch schwerer wiegt: Präsident Ishmael Toroama bezeichnete die Vereinbarung mit Lloyds Metals am Wochenende als "signifikanten Meilenstein" und betonte die Notwendigkeit "transparenter und koordinierter" Entwicklungsprojekte. Für BOC klingt das wie eine nachträgliche Rechtfertigung für den Rauswurf.

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Das Ende der Panguna-Fantasie?

Die Situation ist existenziell. Die gesamte Bewertung von Bougainville Copper basierte auf den Schürfrechten und der geplanten Wiederinbetriebnahme der Panguna-Mine. Sollte die ABG dieses Projekt nun endgültig an Lloyds Metals übertragen, verliert BOC sein einziges werthaltiges Asset.

Das Unternehmen versucht derzeit verzweifelt zu klären, ob potenzielle Partner unter diesen Vorzeichen überhaupt noch Interesse haben. Diese Frage entscheidet über Leben oder Tod der Aktie.

Hochriskantes Spekulationsobjekt

Die Bougainville Copper Aktie ist damit zu einem reinen politischen Wettschein mutiert. Das Management hat offenbar keinen Einfluss mehr auf Entscheidungen, die über die Zukunft des Unternehmens bestimmen. Für den Handelsstart am Montag ist mit anhaltender Nervosität und möglichen Anschlussverlusten zu rechnen – solange keine klärende Stellungnahme erfolgt, die BOC zurück ins Spiel bringt.

Anleger stehen vor den Trümmern einer Bergbau-Story, deren Fundament gerade zerbröselt. Die Frage ist nicht mehr, ob Panguna kommt – sondern ob Bougainville Copper überhaupt noch eine Rolle spielen wird.

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