BMW Aktie: Trump-Schock verschärft sich
Die BMW Aktie gehört zu den größten Verlierern im DAX. Der Münchner Premiumhersteller steht gleich an mehreren Fronten unter Druck: US-Präsident Donald Trump droht mit massiven Zöllen auf europäische Importe, während die Investmentbank Berenberg ihre Kaufempfehlung kassiert. Das Zusammentreffen beider Faktoren sorgt für erhebliche Verunsicherung bei Anlegern.
Die wichtigsten Fakten:
- BMW verliert 3,4 Prozent – einer der schwächsten DAX-Werte
- Trump kündigt ab Februar 10 Prozent Zusatzzölle an, ab Juni 25 Prozent
- Berenberg stuft von "Buy" auf "Hold" herab, Kursziel 92 Euro
- China-Absatz brach im Q4 um 15,9 Prozent ein
Trumps Zoll-Drohung trifft deutschen Autosektor
Die angekündigten US-Importzölle haben es in sich: Ab dem 1. Februar sollen zusätzliche 10 Prozent auf alle europäischen Waren erhoben werden. Ab dem 1. Juni würde dieser Satz auf 25 Prozent steigen. Trump verknüpft die Maßnahme mit seiner Grönland-Forderung – die Zölle sollen bestehen bleiben, bis eine "Einigung über den vollständigen Kauf Grönlands" erzielt ist.
Barclays-Analyst Henning Cosman spricht von "beunruhigender Rhetorik". Die diskutierte Größenordnung würde die Margen europäischer Automobilhersteller erheblich beeinträchtigen. Deutsche Autobauer sieht er am stärksten exponiert.
Citigroup-Analyst Harald Hendrikse formuliert es drastischer: "Es ist schwer vorstellbar, wie 2026 schlechter hätte starten können." Seine Analyse zeigt, dass neben Porsche und VW auch Mercedes-Benz und BMW zu den Hauptbetroffenen zählen würden.
Berenberg zieht Kaufempfehlung zurück
Zusätzlichen Gegenwind liefert die Analystenfront. Berenberg hat BMW von "Buy" auf "Hold" herabgestuft und begründet dies mit "begrenztem Spielraum" für kurzfristige Gewinnsteigerungen. Das Kursziel liegt bei 92 Euro. Barclays bleibt bei seiner Verkaufsempfehlung.
Schwache China-Zahlen belasten zusätzlich
Die bereits veröffentlichten Absatzzahlen für das vierte Quartal 2025 zeichnen ein ernüchterndes Bild. Der Quartalsabsatz sank um 4,1 Prozent auf 667.981 Fahrzeuge. Besonders drastisch fiel der Rückgang in China aus: Minus 15,9 Prozent. Auch in den USA ging es um 4,6 Prozent abwärts. Elektrofahrzeuge verzeichneten einen Rückgang von 10,5 Prozent.
BMW setzt trotz der Turbulenzen sein Aktienrückkaufprogramm fort. Zwischen dem 12. und 18. Januar erwarb der Konzern 235.000 Stammaktien zu gewichteten Durchschnittspreisen zwischen 88,88 und 90,67 Euro.
Strukturelle Schwäche wird sichtbar
Die aktuelle Marktkapitalisierung liegt bei rund 52,65 Milliarden Euro. Die Dividendenrendite von 4,6 Prozent spiegelt die Einschätzung vieler Beobachter wider: BMW gilt zunehmend als "Bond-Stock" – eine Aktie, die primär wegen der Ausschüttung gehalten wird.
Die operative Entwicklung der vergangenen zehn Jahre stützt diese Sichtweise. Gewinne und Nettoergebnis stagnierten, inflationsbereinigt gingen sie zurück. Der europäische Automobilsektor-Index Stoxx Europe 600 Automobiles & Parts fiel auf den niedrigsten Stand seit Mitte Oktober. Solange die diplomatischen Fronten im Grönland-Konflikt verhärtet bleiben, dürfte die Volatilität hoch bleiben.
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