BMW Aktie: Analysten drehen ab
Die Investmentbanken machen ernst: BMW bekommt den vollen Gegenwind zu spüren. Innerhalb weniger Tage haben gleich mehrere renommierte Häuser ihre Bewertungen heruntergestuft – von Berenberg über Barclays bis UBS. Der gemeinsame Nenner: China schwächelt, und aus den USA drohen neue Zölle. Ausgerechnet jetzt, wo der Konzern operativ Fortschritte meldet.
Die Fakten im Überblick:
- Berenberg senkt Rating von "Buy" auf "Hold"
- Barclays stuft auf "Underweight" herab – Zollrisiko "greifbar"
- UBS hat Kaufempfehlung bereits aufgegeben
- Münchner Premiumhersteller gilt als besonders verwundbar
- Aktie fiel auf 85,64 Euro, knapp 12% unter Jahreshoch
Berenberg, Barclays, UBS: Dreifachschlag
Die Privatbank Berenberg machte am 19. Januar den Anfang und kappte das "Buy"-Rating. Die Begründung: Das China-Geschäft bereitet zunehmend Sorgen, eine Neubewertung der Aktie erscheint vorerst unwahrscheinlich. Berenberg hatte die Analyse bereits am 16. Januar vorbereitet.
Deutlich schärfer argumentiert Barclays. Die britische Investmentbank hatte BMW schon am 9. Januar von "Equalweight" auf "Underweight" herabgestuft und legte in ihrer Branchenstudie vom 19. Januar nach. Analyst Henning Cosman warnt: Die US-Zolldrohungen seien "greifbarer und kämen früher als erwartet". Neben BMW würden Mercedes-Benz und Porsche am härtesten getroffen – die deutschen Premiummarken sind besonders exponiert.
Die UBS hatte bereits am 13. Januar ihre Kaufempfehlung zurückgezogen. Die Schweizer verweisen auf die hohe Bewertung und die anhaltende Schwäche im wichtigsten Auslandsmarkt China.
Der Widerspruch: Operative Erfolge, strategische Sorgen
Dabei hätte die Nachrichtenlage eigentlich positiv ausfallen können. Am 14. Januar eröffnete das Joint Venture ZF Foxconn ein neues Werk in Debrecen, Ungarn. Dort werden künftig E-Achsen für die strategisch zentrale "Neue Klasse" produziert – ein wichtiger Baustein für die Elektromobilität-Offensive.
Zudem sicherte das Management den Produktionsstart der "Neuen Klasse" im US-Werk Spartanburg für Ende 2026 ab. Das gelang trotz eines Rückschlags: Batterie-Partner AESC hatte den Bau seiner lokalen Zellfabrik pausiert. BMW organisierte Ersatzlieferungen aus dem globalen Netzwerk.
Diese Meilensteine verhallen an der Börse jedoch nahezu ungehört. Die makroökonomischen Risiken überlagern die operativen Fortschritte. Für exportorientierte Premiumhersteller wie BMW ist der US-Markt von zentraler Bedeutung – jede Zollankündigung trifft den Kurs direkt.
Charttechnik unter Druck
Die Aktie notiert bei 85,64 Euro und damit rund 6,4% unter dem 50-Tage-Durchschnitt von 91,51 Euro. Das Jahreshoch von 97,12 Euro vom 9. Dezember ist mittlerweile 11,8% entfernt. Charttechnisch testete der Titel zuletzt wichtige Unterstützungen wie die 100-Tage-Linie bei 87,54 Euro.
Am 6. Mai folgen die Q1-Zahlen für das Geschäftsjahr 2026. Investoren werden dann vor allem auf den Ausblick achten: Wie bewertet das Management die geopolitischen Risiken? Wie entwickelt sich die Nachfrage in China und den USA konkret? Bis dahin dürfte die Volatilität hoch bleiben – jede neue Schlagzeile zu Handelsbarrieren bewegt den Kurs.
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