Bitcoin: Warnsignal für Anleger
Bitcoin handelt aktuell knapp unter der Marke von 90.000 Dollar und enttäuscht damit im Vergleich zu den traditionellen Finanzmärkten. Während globale Aktienindizes neue Rekorde feiern, steckt die Kryptowährung in einer zähen Konsolidierung fest. Besonders ein fundamentaler Risiko-Indikator hat nun ein Niveau erreicht, das zuletzt in den Bärenmärkten von 2018 und 2022 zu beobachten war.
Risiko lohnt sich kaum
Verantwortlich für die aktuelle Zurückhaltung der Anleger ist unter anderem eine massive Verschlechterung des Risiko-Ertrags-Verhältnisses. Daten von CryptoQuant zeigen, dass die sogenannte Sharpe-Ratio tief in den negativen Bereich gerutscht ist. Das bedeutet konkret: Das Risiko, das Investoren derzeit eingehen, wird durch die erzielten Renditen nicht adäquat kompensiert.
Zusätzlich belastet die geopolitische Lage. Ankündigungen von US-Präsident Trump bezüglich neuer Zölle auf europäische Nationen lösten zu Wochenbeginn eine Flucht aus Risiko-Assets aus, was den Bitcoin-Kurs zeitweise drückte. Mit einem Wochenverlust von 6,42 Prozent auf aktuell 89.449 Dollar hinkt der Marktführer der allgemeinen Börsenstimmung deutlich hinterher.
Verfallstag und Miner-Exodus
Für zusätzliche Nervosität sorgt der heutige Verfall von Bitcoin-Optionen mit einem Nominalwert von rund 1,94 Milliarden Dollar. Der Kurs notiert unter dem "Max Pain"-Level von 92.000 Dollar – jenem Preispunkt, an dem die meisten Optionen wertlos verfallen würden. Analysten von Deribit warnen vor kurzfristiger Preisempfindlichkeit in diesem Bereich.
Parallel dazu zeichnet sich eine interessante Verschiebung im Mining-Sektor ab. Die Hash-Rate und der Stromverbrauch der Miner sind rückläufig. Dies deutet nicht nur auf das Abschalten unrentabler Anlagen hin, sondern laut Experten auch auf eine strategische Neuausrichtung: Immer mehr Rechenzentren stellen ihre Kapazitäten vom Krypto-Mining auf den boomenden KI-Sektor um, was die Netzwerksicherheit zwar nicht gefährdet, aber die Dynamik der Industrie verändert.
Lichtblick ETF-Zuflüsse
Trotz der trüben technischen Indikatoren gibt es ein starkes Gegengewicht von institutioneller Seite. Nach Abflüssen zu Jahresbeginn kehrten die Käufer in dieser Woche zurück. Die US-Spot-ETFs verzeichneten Zuflüsse von 1,7 Milliarden Dollar innerhalb von nur drei Tagen, wobei BlackRock allein am 14. Januar fast 650 Millionen Dollar einsammelte.
Marktbeobachter werten dies als Zeichen, dass große Adressen die aktuellen Kurse zur Akkumulation nutzen. Bitcoin befindet sich damit in einer Pattsituation: Während Derivate-Händler und makroökonomische Sorgen auf die Bremse treten, stützt das erneute Kaufinteresse der ETF-Anbieter den Boden. Bis sich die externe Risikostimmung klärt, dürfte die Kryptowährung in dieser Handelsspanne verharren.
Bitcoin: Kaufen oder verkaufen?! Neue Bitcoin-Analyse vom 23. Januar liefert die Antwort:
Die neusten Bitcoin-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Bitcoin-Investoren. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 23. Januar erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
Bitcoin: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...








