Bitcoin: Strukturierte Zukunftsplanung
Bitcoin bewegt sich Mitte Januar 2026 seitwärts um die Marke von 90.500 US-Dollar. Nach dem Rücksetzer von über 30 Prozent gegenüber dem Allzeithoch aus dem Oktober sucht die Kryptowährung nach Orientierung. Während Analysten auf Basis von On-Chain-Daten eine mögliche Bodenbildung ausmachen, bleibt die Liquiditätslage angespannt.
Handelsvolumen deutlich gesunken
Die vergangenen Tage zeigen ein klares Bild: Das Handelsvolumen ist rückläufig. Nachdem am 6. Januar noch über 52 Milliarden US-Dollar umgesetzt wurden, fiel die Aktivität bis zum 10. Januar auf rund 27 Milliarden Dollar. Der Kurs selbst bewegte sich in einer engen Spanne zwischen 90.500 und 93.700 Dollar – ein Zeichen dafür, dass viele Marktteilnehmer abwarten.
Crypto-Analyst Willy Woo sieht dennoch positive Signale. Seine Kapitalfluss-Modelle deuten darauf hin, dass Bitcoin am 24. Dezember 2025 einen Tiefpunkt erreicht haben könnte. Die Liquidität im Futures-Markt erhole sich langsam, ähnlich wie Mitte 2021 vor dem damaligen Zyklushoch. Allerdings warnt Woo: Die Liquidität im Gesamtmarkt sei seit Jahresbeginn 2025 schwächer geworden. Für nachhaltige Kursanstiege fehle aktuell die Basis.
ETF-Abflüsse belasten
Spot-Bitcoin-ETFs verzeichneten Anfang Januar Abflüsse von 1,1 Milliarden Dollar innerhalb von drei Tagen. Das ist bemerkenswert, nachdem institutionelle Zuflüsse 2024 und Anfang 2025 als wesentlicher Kurstreiber galten. Standard Chartered geht davon aus, dass ETF-Käufe künftig die Hauptquelle für Preissteigerungen sein werden – zumal große Bitcoin-Akkumulatoren ihre Aktivitäten wegen der Bewertung zurückgefahren haben.
Die gesamten Nettovermögen der Bitcoin-ETFs, angeführt von BlackRocks Produkt, liegen bei etwa 130 Milliarden Dollar. Das entspricht rund sieben Prozent der Bitcoin-Marktkapitalisierung.
Regulierung rückt in den Fokus
In den USA macht der sogenannte Clarity Act Fortschritte. Das Gesetz soll die regulatorische Zuständigkeit zwischen SEC und CFTC klären und einen Rahmen für tokenisierte Vermögenswerte sowie DeFi-Projekte schaffen. Goldman Sachs stuft die Verabschiedung als entscheidend für weiteres institutionelles Kapital ein. Die Analysten betonen, dass eine Umsetzung in der ersten Jahreshälfte 2026 wichtig sei – bevor die US-Zwischenwahlen politischen Spielraum verringern könnten.
Ebenfalls relevant: Die SEC hat im Dezember 2025 eine Richtlinie zur Verwahrung von Krypto-Assets durch Broker-Dealer veröffentlicht. Traditionelle Finanzinstitute erhalten damit mehr Klarheit, wie sie digitale Vermögenswerte rechtssicher verwahren können.
Auf lokaler Ebene sorgen Betrugsfälle an Krypto-Geldautomaten für Bewegung. Das FBI meldete allein in der ersten Jahreshälfte 2025 Verluste von 240 Millionen Dollar. Die Stadt Spokane in Washington hat daraufhin als größte US-Kommune Krypto-Automaten verboten. Bundesstaaten wie Arizona, Arkansas und Vermont verschärfen ebenfalls die Vorschriften.
Prognosen für 2026 gehen auseinander
Die Bandbreite der Jahresprognosen ist groß. Carol Alexander von der University of Sussex sieht Bitcoin zwischen 75.000 und 150.000 Dollar. Standard Chartered und Nexo rechnen mit 150.000 Dollar, CoinShares nennt eine Spanne von 120.000 bis 170.000 Dollar. Bit Mining geht von 75.000 bis 225.000 Dollar aus.
Hedgefonds-Manager Mark Yusko blickt langfristiger: Er hält eine Marktkapitalisierung von 15 Billionen Dollar für möglich – derzeit liegt sie bei 1,8 Billionen. Bitcoin habe gerade das erste Jahrzehnt eines 30-jährigen Adoptionszyklus abgeschlossen, so Yusko.
Widerstand bei 98.000 Dollar entscheidend
Kurzfristig liegt die entscheidende Hürde laut Willy Woo zwischen 98.000 und 100.000 Dollar. Ein nachhaltiger Durchbruch über diese Zone könnte den Weg in Richtung des Allzeithochs freimachen. Solange die Marke aber nicht überwunden wird, dürfte die Seitwärtsbewegung anhalten. Der nächste große Impuls könnte von der Verabschiedung des Clarity Act oder von einer Wiederbelebung der ETF-Zuflüsse ausgehen.
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