Der Bitcoin kommt nicht zur Ruhe. Während Gold auf Rekordhoch klettert, kämpft die Kryptowährung am Freitag bei rund 89.500 US-Dollar – und damit deutlich unter der psychologisch wichtigen Marke von 90.000 Dollar. Das Wochenminus liegt bei 6,5 Prozent. Auffällig: Die erhoffte Rolle als Krisenwährung spielt Bitcoin derzeit nicht.

Institutionelle Anleger ziehen sich zurück

Der Hauptgrund für den Druck ist klar: US-Spot-Bitcoin-ETFs verzeichneten in dieser Woche Abflüsse von 1,22 Milliarden Dollar – der höchste Wert seit November 2025. Allein am Mittwoch flossen 708,7 Millionen Dollar ab.

Interessant wird es beim Blick auf die Kostenbasis der ETF-Investoren. Laut Glassnode liegt diese im Schnitt bei 84.099 Dollar. Der aktuelle Kurs bewegt sich damit nur knapp darüber – eine Zone, in der sich zeigen wird, ob institutionelle Käufer ihre Positionen halten oder Verluste realisieren.

Historisch betrachtet könnte die massive Kapitulation ein Wendepunkt sein: Im November 2025 führten ähnlich hohe Abflüsse zu einem lokalen Tiefpunkt bei 80.000 Dollar, dem eine Erholung folgte.

Technische Lage angespannt

Die Charttechnik signalisiert Vorsicht. Bitcoin notiert unter dem 365-Tage-Durchschnitt von 101.448 Dollar, was den mittelfristigen Abwärtstrend bestätigt. Die Bollinger-Bänder haben sich auf eine Spanne von weniger als 3.500 Dollar verengt – ein Muster, das oft volatilen Ausbrüchen vorausgeht.

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Wichtige Marken:
* Widerstand: 89.700 Dollar und die Zone zwischen 91.000 und 92.500 Dollar
* Unterstützung: 88.000 bis 88.800 Dollar – darunter droht ein Rutsch Richtung 84.000 Dollar

On-Chain-Daten zeigen zudem, dass kurzfristige Halter seit über 70 Tagen Verluste realisieren. Die Spent Output Profit Ratio liegt unter 1,0.

Regulierung als Lichtblick

Trotz schwacher Kurse gibt es strukturelle Fortschritte. Die Nasdaq hat am 22. Januar begonnen, Positionslimits für Bitcoin-ETF-Optionen aufzuheben – vormals waren maximal 25.000 Kontrakte erlaubt. Die finale SEC-Genehmigung wird für Ende Februar 2026 erwartet. Das würde institutionellen Akteuren deutlich bessere Absicherungsmöglichkeiten bieten.

Parallel dazu hat Coinbase am 21. Januar ein Beratungsgremium für Quantencomputing und Blockchain ins Leben gerufen. Hintergrund sind Bedenken über potenzielle kryptografische Schwachstellen, die zuletzt von Strategen wie Christopher Wood von Jefferies geäußert wurden. Wood hat seine Bitcoin-Position zugunsten von Gold reduziert.

Entscheidung steht bevor

Der Kryptomarkt befindet sich laut Fear & Greed Index im Bereich "Angst" (38–42 Punkte). Bitcoin korreliert aktuell nur schwach mit dem Nasdaq 100 (0,52) – ein Hinweis darauf, dass interne Faktoren dominieren.

Die kommenden Tage dürften zeigen, ob die Unterstützung bei 88.000 Dollar hält. Brechen weitere ETF-Abflüsse über das Wochenende ein, könnte der Test der November-Tiefs bei 80.000 Dollar näher rücken.

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