Der Start ins Börsenjahr 2026 verläuft für Bitcoin alles andere als wunschgemäß. Statt neuer Höchststände kämpft die Kryptowährung mit der psychologisch wichtigen Marke von 90.000 Dollar und verzeichnet eine spürbare Korrektur. Während Privatanleger noch auf eine schnelle Wende hoffen, senden institutionelle Investoren ein deutliches Warnsignal: Sie ziehen Kapital in Milliardenhöhe ab.

Institutionelle ziehen die Reißleine

Verantwortlich für den aktuellen Druck auf den Kurs sind primär die Entwicklungen bei den US-Spot-ETFs. Diese verzeichneten die stärksten wöchentlichen Abflüsse seit November 2025. Innerhalb von nur vier Handelstagen zogen Anleger mehr als 1,6 Milliarden Dollar ab, wobei allein am 21. Januar ein Abfluss von über 700 Millionen Dollar registriert wurde. Marktbeobachter werten dies als Zeichen einer Rotation: Investoren schichten vermehrt in Fiat-Währungen oder andere Anlageklassen um, nachdem sie zu Jahresbeginn kurzzeitig in den Markt zurückgekehrt waren.

Fundamentalwerte schwächeln

Neben der Marktstimmung trüben sich auch die technischen Daten des Netzwerks ein. Die sogenannte "Supply in Profit"-Metrik liegt aktuell bei 71 Prozent – ein Bereich, der oft Übergangsphasen zu schwierigeren Marktbedingungen kennzeichnet. Gleichzeitig sind die Einnahmen im Netzwerk sowie die Zahl der aktiven Adressen rückläufig.

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Ein interessantes Detail zeigt sich im Mining-Sektor: Die Hash Rate (Rechenleistung) ist spürbar gesunken. Dies liegt nicht nur am Preisverfall, sondern an einer strategischen Verschiebung. Miner stellen ihre Rechenkapazitäten zunehmend für KI-Rechenzentren zur Verfügung, da dieses Geschäftsfeld aktuell attraktivere Margen verspricht als das Schürfen von Bitcoin.

Flucht in Gold und Silber

Die Schwäche des digitalen Assets steht im scharfen Kontrast zur Stärke traditioneller Werte. Während Bitcoin aktuell rund 28 Prozent unter seinem 52-Wochen-Hoch notiert, erleben Edelmetalle einen Boom. Silber kletterte erstmals über 100 Dollar je Feinunze und Gold nähert sich der Marke von 5.000 Dollar. Diese Divergenz verdeutlicht, dass das "Smart Money" angesichts globaler Unsicherheiten und Handelskonflikte derzeit physische Sicherheit gegenüber digitalen Versprechen bevorzugt.

Lichtblick Regulierung und Großinvestoren

Trotz der pessimistischen Stimmung gibt es stabilisierende Faktoren. Das Unternehmen Strategy (ehemals MicroStrategy) kaufte ungeachtet der Kursverluste kürzlich Bitcoin im Wert von über 2 Milliarden Dollar zu. Zudem macht der "Digital Asset Market Clarity Act" im US-Kongress Fortschritte. Das Gesetz soll endlich klären, wann Krypto-Token als Wertpapiere oder Rohstoffe gelten, und könnte mittelfristig für die dringend benötigte Rechtssicherheit sorgen.

Die Kryptowährung steht nun vor einer Richtungsentscheidung. Gelingt keine zeitnahe Stabilisierung über der Marke von 90.000 Dollar, dürfte der Verkaufsdruck durch anhaltende ETF-Abflüsse die Unterstützungszone bei 88.000 Dollar ernsthaft testen. Marktteilnehmer richten ihren Fokus in den kommenden Tagen auf die US-Legislative als möglichen Katalysator für eine Trendwende.

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