Bitcoin: Korrektur nach Rally
Bitcoin zeigt sich am Mittwoch von seiner schwächeren Seite. Nach dem Ausbruch über die hartnäckige 90.000-Dollar-Marke Anfang Januar folgt nun eine deutliche Gegenbewegung. Die Kryptowährung fällt um rund 3 Prozent auf etwa 91.500 Dollar zurück – und das, obwohl institutionelle Investoren gerade erst wieder massiv zugreifen.
Technische Schwäche nach Jahresstart
Der Versuch, sich nachhaltig über 95.000 Dollar zu etablieren, ist gescheitert. Bitcoin eröffnete den Handelstag bei 93.700 Dollar und rutschte im Tagesverlauf auf zeitweise 91.650 Dollar ab. Das Handelsvolumen von über 56 Milliarden Dollar in 24 Stunden zeigt: Die Bewegung findet unter hoher Marktbeteiligung statt.
Besonders breit war der Ausverkauf im gesamten Krypto-Markt. Der CoinDesk 20 Index, der die Top-20-Digitalwährungen abbildet, verlor knapp 4 Prozent. XRP brach um 8 Prozent ein, Ethereum gab 3,6 Prozent auf 3.165 Dollar nach.
Analysten beobachten nun mehrere Unterstützungszonen: Bei 91.300 Dollar verläuft die erste relevante Marke. Darunter wird die psychologisch wichtige 90.000-Dollar-Region zum Fokus – jene Schwelle, die Bitcoin erst am 3. Januar nach über 30 Tagen Konsolidierung durchbrochen hatte.
ETF-Zuflüsse trotz Rückschlag
Bemerkenswert ist der Kontrast zwischen der aktuellen Kursschwäche und dem institutionellen Kaufinteresse. Nachdem Spot-Bitcoin-ETFs im November und Dezember 2025 kombinierte Abflüsse von 4,57 Milliarden Dollar verzeichneten, dreht sich das Bild zum Jahreswechsel.
Am 2. Januar flossen 471 Millionen Dollar in die Fonds – angeführt von BlackRocks iShares Bitcoin Trust mit 287 Millionen Dollar. Drei Tage später folgte der stärkste Zufluss-Tag seit drei Monaten: 695 Millionen Dollar, davon allein 372 Millionen in BlackRocks IBIT und 191 Millionen in Fidelitys FBTC. Die kumulierten Zuflüsse für 2026 überschreiten bereits 1,16 Milliarden Dollar.
Compass Point-Analyst Ed Engel wertet dies als Zeichen, dass "viele der Gegenwinds von 2025 nachlassen". Zugleich warnt er aber: Solange Bitcoin nicht nachhaltig über 95.000 bis 99.000 Dollar ausbricht, bleibe Vorsicht angebracht.
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On-Chain-Daten geben Hoffnung
Die Blockchain-Analyse von Coin Metrics liefert einen differenzierten Blick. Wallets mit 1.000 bis 10.000 Bitcoin – sogenannte Whale-Adressen – reduzieren ihre Verkäufe seit Jahresbeginn. Das steht im Kontrast zum vierten Quartal 2025, als massive Gewinnmitnahmen langfristiger Halter den Kurs um über 30 Prozent vom Oktober-Hoch bei rund 126.000 Dollar drückten.
Parallel dazu beschleunigt sich die Akkumulation bei Kleinanlegern. Wallets mit weniger als einem Bitcoin erhöhen ihre Bestände seit Mitte November kontinuierlich. Diese Verschiebung – weniger Angebot von Großinvestoren, steigende Nachfrage im Retail-Segment – deutet auf eine stabilere Marktstruktur hin.
Auch die Stablecoin-Flows normalisieren sich. Nach wöchentlichen Nettoabflüssen von über 1 Milliarde Dollar um den Jahreswechsel drehen die Ströme wieder ins Positive – ein konstruktives Signal für künftige Kaufkraft im Markt.
Entscheidung in den kommenden Tagen
Bitcoin steht an einem Wendepunkt. Der Durchbruch über 90.000 Dollar war ein wichtiges technisches Signal, doch die Unfähigkeit, sich über 95.000 Dollar zu halten, bremst die Dynamik. Solange die Marke von 90.000 bis 91.000 Dollar hält, bleibt die Aufwärtsstruktur intakt. Ein Bruch darunter würde dagegen Korrekturpotenzial bis 85.000 Dollar eröffnen.
Die fundamentalen Rahmenbedingungen – institutionelle Zuflüsse, nachlassender Verkaufsdruck großer Halter, steigende Retail-Nachfrage – sprechen mittelfristig für Bitcoin. Am 30. Januar läuft eine bedeutende Options-Verfallstermin mit hohem Call-Interesse bei 100.000 Dollar. Ob die Marke in Reichweite kommt, entscheidet sich in den kommenden Handelstagen.
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